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| 13:37 Uhr

Landratsamt
Landrat: Als erstes schütze ich die Menschen

Görlitz. Lange wartet Ermittlungen nach Anzeige zum Wolf ab.

Es ärgert ihn, dass er wegen des Wolfsabschusses angezeigt worden ist. Das gibt Landrat Bernd Lange (CDU) auf Nachfrage der RUNDSCHAU am Mittwoch bei einem Termin in der Kreisbehörde zu. Zum Verfahren selbst will er nichts sagen. Ein Bündnis aus „Wolf ja bitte“, Grüner Liga Sachsen sowie Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA sowie weiteren Wolfsfreunden hatte Lange  wegen mutipler Rechtsbrüche nach dem Abschuss eines kranken Wolfes angezeigt.

Lange beschäftigte zudem, dass er aus der Region wenig öffentliche Fürsprache für sein Handeln bekommen hat. Doch er werde sich von der ganzen Sache nicht entmutigen lassen und weiterhin wichtige Entscheidungen als oberster Kreischef treffen. Solche, bei denen vorher alles genau geprüft und abgewogen wurde, wie auch beim Wolf. Anhand der Gutachten weiß man, dass der Wolf, der im Raum Krausch­witz und Weißkeißel zwei Hunden das Leben gekostet hatte und der auch anderswo sein Unwesen getrieben hat, der entnommene ist.

„Als Erstes bin ich Landrat, um die Menschen zu schützen“, so Lange. Den an Räude erkrankten Wolf zu entnehmen, sei aber auch Tierschutz gewesen. Räudemilden fressen sich unter die Haut der Tiere. Bei Füchsen habe man beobachtet, dass die Krankheit im Endstadium Symptome der Tollwut aufweisen kann, die Tiere quasi wahnsinnig werden.

(rw)