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| 01:07 Uhr

Landkreis will enger mit Italien zusammenarbeiten

NOL.. Die 1. Deutsch-polnischen Wirtschaftstage werden vom Veranstalter, dem Niederschlesischen Oberlausitzkreis, und aufgrund der Besucherresonanz als erfolgreicher Start gewertet. (red/ni)


Der Prozess der EU-Osterweiterung wird für Unternehmer in der Öffentlichkeit als Chance und Risiko diskutiert. Landrat Bernd Lange: "Der Niederschlesische Oberlausitzkreis hat sich zur Aufgabe gestellt, gemeinsam mit den regionalen und überregionalen Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und Institutionen diesen Prozess aktiv zu begleiten und zu unterstützen."
Die Podiumsdiskussion am Freitag im Hotel Kristall wurde von den Teilnehmern als interessant und konstruktiv bewertet. Unter dem Thema: „Kooperationen in der Lausitz - Standortvorteil im mitteleuropäischen Wirtschaftsraum“ nahmen 200 Gäste, darunter ca. 50 polnische Unternehmer, teil (die RUNDSCHAU berichtete).
Bevölkerung und Firmen reagierten mit Interesse auf die 1. Deutsch-polnischen Wirtschaftstage, schätzt der NOL ein. Vor allem am Sonnabend nutzten Besucher die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und sich über den Wirtschaftspartner Polen und Deutschland zu informieren. Eine sehr gute Resonanz fand das Workshopangebot, in dem in knappen und präzisen Beiträgen über Rahmenbedingungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, Fördermittel und Finanzen sowie grenzüberschreitende wirtschaftliche Entwicklungen und Chancen der Oberlausitz im Rahmen der EU-Erweiterung informiert wurde. Informationen wurden von der Wirtschaftsförderung Sachsen AG, IHK, Sächsischen Aufbaubank, vom Zoll, Regionalen Planungsverband, von der Handwerkskammer Dresden, vom Arbeitsamt und anderen gegeben.
Eine Delegation aus der italienischen Provinz Gorizia konnte begrüßt werden und die wirtschaftlichen Bedingungen in ihrer Region vorstellen.
Das Fazit: 500 Besucher, darunter 110 Polen. Die Teilnehmer kamen aus Brandenburg, Sachsen , Mitteldeutschland, Polen, Schwandorf, Neustadt an der Waldnaab, Mainz-Bingen, Rothenburg/Wümme, Landkreis Zgorzelec, Zary, Katowice, Wroclaw und weiteren Orten. 75 Teilnehmer stellten an 45 Ständen aus, 30 davon waren polnische Aussteller. Als weitere Gäste konnten die polnische Konsulin Wanda Galicz-Ostrowska sowie regionale Vertreter aus den Städten und Landkreisen der Region von Landrat Bernd Lange und Oberbürgermeisterin der großen Kreisstadt Weißwasser, Helma Orosz begrüßt werden.
Interesse fanden auch die in die Region angebotenen Exkursionen.
In den nächsten drei Wochen wird eine intensive Auswertung der Veranstaltung durchgeführt. Aussteller und Teilnehmer werden über erreichte Ergebnisse und Möglichkeiten der Verbesserung für die Vorbereitung im nächsten Jahr im Juni abgefragt. Die Planungs- und Vorbereitungsphase für die nächsten Wirtschaftstage wird sich daran anschließen.
Die Deutsch-polnischen Wirtschaftstage werden im kommenden Jahr wieder in Weißwasser durchgeführt, teilte der Landrat mit. Die Inhalte werden der aktuellen Situation angepasst. In Zusammenarbeit mit der italienischen Provinz Gorizia ist eine Ausweitung der Teilnehmer auf italienische Firmen und Regionen geplant. Im Juli wird eine Delegation mit Vertretern der Provinzregierung und der Italienischen IHK erwartet. Für die zukünftige Veranstaltung soll noch enger mit der Deutsch-polnischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft AG in Gorzow, der Wirtschaftsförderung Sachsen AG und den Landkreisen in der Region zusammengearbeitet werden.