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Landkreis verliert verdienten Feuerwehrmann

Weißwasser. Mit nur 61 Jahren ist der Weißwasseraner Floriansjünger Henry Kossack, stellvertretender Kreisbrandmeister im Landkreis Görlitz, am Mittwoch nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Der allseits geachtete und geschätzte Feuerwehrmann hinterlässt Ehefrau Marion, Tochter Anja und Sohn Steffen mit ihren Familien. Gabriela Nitsche

Henry Kossacks Tod hat auch tiefe Betroffenheit bei den Kameraden im Landkreis Görlitz und weit über deren Grenzen hinaus ausgelöst. Der Weißwasseraner war Feuer und Flamme für den Brandschutz. Er hatte sich in einem RUNDSCHAU-Beitrag einmal zu seinem Motiv geäußert und gesagt: "Es geht nur darum, anderen Menschen zu helfen, nur darum."

In die Feuerwehr eingetreten war Kossack in Gablenz, seinem Heimatort. 43 Jahre gehörte der 61-Jährige ehrenamtlich der Freiwilligen Feuerwehr Weißwasser an. Nicht nur seine Freizeit gehörte dem Brandschutz. Seit Jahrzehnten drehte sich bei ihm auch beruflich alles um das Thema Feuerwehr. Nach der Wende erst im Landratsamt des Landkreises Weißwasser, dann im neuen Niederschlesischen Oberlausitzkreis sowie nach der Kreisreform im Landkreis Görlitz. Er leitete bisher im Brand- und Katastrophenschutzamt das Sachgebiet Brandschutz. Anfangs setzte er sich ehrenamtlich als stellvertretender, seit dem Jahr 2000 als Kreisbrandmeister für die Belange der Feuerwehren ein. 2011 änderte sich die Struktur, Henry Kossack konzentrierte sich von nun an ehrenamtlich als Stellvertreter auf das Feuerwehrwesen im Altlandkreis Weißwasser. Er machte nie ein Hehl daraus, dass die Büro-Arbeit nicht sein Ding war. Ihn zog es raus zu den Wehren zwischen Schleife und Bad Muskau sowie Krauschwitz und Boxberg. Auge in Auge zu bereden, was es zu bereden gab, das war sein Lebenselixier. Dass er zu jeder Zeit ein offenes Ohr für die Belange hatte, dafür wurde ihm vielfach gedankt.

Für seine herausragenden Verdienste wurde Henry Kossack mehrfach geehrt, darunter 2012 mit dem polnischen Feuerwehr-Verdienstorden.