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| 02:56 Uhr

Landkreis ordnet das Netz der Rettungswachen neu

Görlitz. Der Landkreis Görlitz strukturiert das Netz seiner Rettungswachen um. Investitionen sind in Löbau, Görlitz und Altbernsdorf (Stadt Bernstadt) geplant. Uwe Menschner/ume1

Das wichtigste Projekt bildet der geplante Neubau einer Rettungswache in Löbau, für den der Kreistag auf seiner jüngsten Sitzung grünes Licht gab und der 1,7 Millionen Euro kosten soll.

"Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Rettungswachen-Infrastruktur immer auf dem neuesten Stand zu halten", so der für den Rettungsdienst zuständige Dezernent des Landratsamtes, Werner Genau. Auch wenn der Landkreis bei den Investitionen in Vorleistung gehen müsse, erfolge später eine Refinanzierung durch die Krankenkasse. "Deren Verband behält sich natürlich einen großen Einfluss auf die Entscheidungen vor, sodass sich die Verhandlungen manchmal in die Länge ziehen", sagte der Dezernent.

Hinsichtlich des Standortes Löbau herrsche aber Einigkeit über den bestehenden Handlungsbedarf. Der jetzige Standort an der Georgewitzer Straße weise erhebliche Mängel auf, was die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Hilfsfrist und die räumlichen Bedingungen anbelangt. Eine Analyse habe ergeben, dass ein Standort im Gewerbegebiet an der B 6 zu bevorzugen sei, wo jetzt auch der Neubau erfolgen soll.

Erweitert und modernisiert werden soll die Rettungswache Görlitz auf der Reichertstraße, außerdem erhält sie eine Außenstelle in Görlitz-Weinhübel. "Damit tragen wir der Görlitzer Stadtentwicklung in Bezug auf den Stadtteil Hagenwerder sowie den Berzdorfer See Rechnung", so Werner Genau. Hierfür dauern die Verhandlungen mit den Krankenkassen noch an. Ein weiterer Neubau ist in Altbernsdorf geplant, der den bisherigen Standort in Bernstadt ersetzen soll. Bereits 2013 hatte der Landkreis Görlitz eine neue Rettungswache am Bärwalder See unweit von Klitten in Betrieb genommen.