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Landkreis legt nun doch Beschwerde ein

Bereits 2015 demonstrierten Schüler und Lehrer der Freien Schule Rietschen für eine Gleichbehandlung ihrer Schule vor dem Gesetz.
Bereits 2015 demonstrierten Schüler und Lehrer der Freien Schule Rietschen für eine Gleichbehandlung ihrer Schule vor dem Gesetz. FOTO: Schule
Görlitz/Rietschen. Erst in der vergangenen Woche hat das Verwaltungsgericht in Dresden entschieden. Es sei rechtens, dass die Gemeinde Rietschen die Gründung eines freiberuflichen Gymnasiums durch den Trägerverein der Freien Schule mit einem Darlehen unterstützen will. Christian Köhler

Nun legt der Landkreis Görlitz Beschwerde gegen diesen Beschluss ein. "Der Landkreis vertritt weiterhin die Meinung, dass der Gemeinderatsbeschluss der Gemeinde Rietschen rechtswidrig ist und beabsichtigt deshalb gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden Beschwerde einzulegen", erklärt Kommunalamtsleiter Karl Ilg auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Nun also muss sich das Oberverwaltungsgericht Bautzen mit dem Fall beschäftigen.

"Scheinbar ist es die Absicht des Landkreises, die Gründung des Gymnasiums in die Länge zu ziehen", kommentiert Rietschens Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler). Er hätte sich "mehr Fortschrittlichkeit des Kreises" und eine Unterstützung für das modellhafte Projekt im ländlichen Raum gewünscht. "Wir bleiben aber bei unserer Rechtsauffassung", unterstreicht Brehmer.

Unterdessen hat Wolfgang Schmidt, Vorsitzender des Trägervereins, die Gründung des Gymnasiums auf das Schuljahr 2018/2019 verschoben. "Wir haben immer noch keinen Bescheid der Sächsischen Bildungsagentur", begründet er.