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| 21:33 Uhr

Aktiver Naturschutz
Oberlausitzer Naturschützer beim Großputz der Storchennester

 In luftiger Höhe befreien Wilfried Spank (r.) und Markus Wowtscherk das Storchennest in Nieder Seifersdorf von der starken Schicht aus Kot und vermoderten Nestbaumaterial.
In luftiger Höhe befreien Wilfried Spank (r.) und Markus Wowtscherk das Storchennest in Nieder Seifersdorf von der starken Schicht aus Kot und vermoderten Nestbaumaterial. FOTO: Bernhard Donke
Förstgen. Jetzt im Winter entfernen die Männer der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz Schmutz und Ballast aus Vogelnestern. Dazu gehört auch manche Plastetüte. Von Bernhard Donke

Die Lausitzer Weißstörche befinden sich derzeit in ihren warmen Überwinterungsquartieren in Afrika. Ihre heimatlichen Horste stehen leer. Beste Gelegenheit also, um darin Ordnung zu schaffen. Oberlausitzer Naturschützer schreiten zur Tat..

Wilfried Spank und Markus Wowtscherk von der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz sind mit einer Hebebühne im Landkreis Görlitz unterwegs, um Storchenhorste von angesammeltem Belag zu befreien. Die Vogelwohnungen leiden unter einer schweren Last an angesammelten vermoderten Nestmaterial, Kot und manchmal auch an Hinterlassenschaften von Menschen wie Plastetüten, Plasteschnüre und weiteren Dingen. Diese können den Rotstrümpfen zum Verhängnis werden. „Außerdem besteht die Gefahr, dass das Nest auseinanderbricht“, warnt Wilfried Spank.

Erste Station der Naturschützer ist der ehemalige Gutshof in Buchholz. Dort hat sich in den Jahren eine gut 45 Zentimeter hohe und gut 80 Kilogramm schwere Schicht aus Kot und vermodertem Nestbaumaterial, ebenso eine zerfetze Plastiktüte, angesammelt. Die fest gefrorenen Dinge lassen sich nur mit kräftigen Harkenhieben lockern und entfernen.

Der nächste Weg führt nach Nieder Seifersdorf. Auf einem Privatgrundstück steht ein Storchennest,  das ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Da der Mast mit dem Horst mitten in einer gepflegten Grünanlage steht, ist besondere Vorsicht geboten. Nachdem auch hier die Arbeit getan ist, geht es weiter nach Groß Krauscha. Dort wie auch später in Biehain wird das Nest gründlich vom unnützen Belag befreit. In den kommenden Tagen fahren die beiden Naturschützer weitere Storchenhorste an, beispielsweise in Görlitz, Klein Radisch und Rietschen.