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| 22:17 Uhr

Imagekampagne für Kreis Görlitz
Fachkräfte sollen ins UnbezahlbarLand kommen

 Mit der neuen Kampagne will der Landkreis Görlitz von sich reden machen. Das sowohl zwischen Bad Muskau und Oybin als auch in Sachsen und weit darüber hinaus.
Mit der neuen Kampagne will der Landkreis Görlitz von sich reden machen. Das sowohl zwischen Bad Muskau und Oybin als auch in Sachsen und weit darüber hinaus. FOTO: Quelle: UnbezahlbarLand/sreensho / Quelle: UnbezahlbarLand/screensho
Görlitz. Der Landkreis Görlitz will mit einer Werbekampagne von sich reden machen. Ein Schuss Selbstironie ist mit von der Partie. Von Regina Weiß

Mit einem Fußabdruck als Logo hat der Landkreis Görlitz vor rund acht Jahren versucht, von der „Banane der Republik“ loszukommen, die die Region laut Karte darstellt. Mit dem UnbezahlbarLand setzt der Kreis nun auf eine neue Imagekampagne für das Innen- und Außenmarketing und ein Projekt zur Fachkräftesicherung und -gewinnung. „Mit dieser Kampagne wollen wir unseren Landkreis Görlitz von den Ballungszentren abgrenzen“, erläutert Sven Mimus, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH (ENO). „Wir wollen mit einem Augenzwinkern und etwas Selbstironie aufzeigen, wie attraktiv es ist, im UnbezahlbarLand zu leben und zu arbeiten.“ Das neue Online-Angebot reicht potenziellen Neubürgerinnen und Neubürgern die Hand und zeigt Ihnen, dass sie hier willkommen sind. Neben praktischen Informationen zu Themen wie Ausbildung, Studium, Jobangeboten, Unternehmensgründung, starken Frauen in der Oberlausitz und Netzwerken im ländlichen Raum, vermittelt die Seite auch ein vielfältiges Lebensgefühl im UnbezahlbarLand.

„Das ist jetzt der erste Aufschlag, nun geht es darum, die Idee unters Volk zu bringen“, sagt Ingo Goschütz, Projektmanager bei der ENO. Nicht nur auf der besagten Online-Seite (www.unbezahlbar.land) habe man gute Zugriffszahlen, sondern bemerke zudem, dass der Hashtag UnbezahlbarLand (ein mit Doppelkreuz versehenes Schlagwort) von immer mehr Personen in den sozialen Netzwerken genutzt wird. „So dreht er schleichend seine Runden“, so Goschütz. Allerdings will man das Ganze nicht dem Selbstlauf überlassen. Vielmehr geht es darum, die Kampagne immer weiter auszubauen. Mit einem Kalender und Postkarten soll die Botschaft ins Land hinausgetragen werden. Zudem geht es darum, Geschichten so an Personen festzumachen, dass sie als Beispiele für den Landkreis stehen. „Dazu gehört auch, das wir zeigen, wie der Landkreis von außen wahrgenommen wird“, so Goschütz. Dazu gehören Berichte von Journalisten, die auf Einladung der Kreisverwaltung sich im vergangenen Jahr in Ostsachsen umgeschaut haben.

Ebenfalls ausgebaut werden soll das Netzwerk an ehrenamtlichen Lotsen. Diese ortskundigen Frauen und Männer ermöglichen den Zugang zu Kultur- und Freizeitmöglichkeiten, bauen Brücken in die Vereine und stellen Kontakte in die Gesellschaft her. „Die ersten gibt es bereits, weitere auch aus dem Raum Weißwasser und anderen Orten sollen folgen“, erklärt Goschütz.

Auslöser für die neue Kampagne war unter anderem eine groß angelegte Unternehmensbefragung durch das Jobcenter des Landkreises Görlitz im Januar 2018. „47 Prozent von den 768 beteiligten Unternehmen fordern vom Landkreis eine intensivere Imagearbeit für die Region. Das UnbezahlbarLand ist eine erste Reaktion auf diese Forderung“, so Sven Mimus.