Die Liste der Straftaten, die Martin K.* im Dezember 2019 verübt haben soll, ist lang. Im kleinen Saal im Landgericht Görlitz verfolgt er regungslos die Anklagepunkte.
Danach soll der 37-Jährige bereits im August 2019 mehrfach mit der Faust einem Mann ins Gesicht geschlagen haben, bis dieser zu Boden ging. Anschließend soll er ihn getreten haben. Sein Opfer in Dresden erlitt eine Nasenbein-Fraktur.

Weißwasseraner Schläger soll eine Zugbegleiterin bedroht haben

Während einer Zugfahrt im Dezember soll K. zudem eine Zugbegleiterin zwischen Görlitz und Weißwasser bedroht haben. Mit einem Teleskopschlagstock habe er sie davon abhalten wollen, die Polizei zu rufen.
Kurz vor Weihnachten soll er in der Wohnung seiner Schwester in Weißwasser einen Mann angegriffen haben. Er soll ihn derart mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, dass dieser ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt.
Beim Versuch der Schwester, ihn davon abzuhalten, weiter zuzuschlagen, soll er die Frau mit Wucht beiseite gestoßen haben. Anschließend soll sie gegen eine Tür gefallen sein und sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen haben.

Weißwasseraner Schläger will vor Gericht ein Geständnis ablegen

Immer wieder soll er in den nächsten Tagen den beiden gedroht haben, falls sie die Polizei rufen, „sie kalt zu machen“. Auch eine Halsabschneidegeste soll er gezeigt haben.
Die Verteidigung erklärt, der Beschuldigte wolle sich zu den Taten geständig einlassen. Allerdings soll ein Gutachter die Psyche des Angeklagten genauer beleuchten. Der Vorsitzende Richter Theo Dahm will beim nächsten Verhandlungstermin am 30. Juni den Gutachter sowie mehrere Zeugen hören. Ferner wolle man die Ausführungen des Angeklagten hören. Dieser sitzt bereits seit dem 29. Dezember des vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.