Es ist mittlerweile gut ein Jahr her, als in einer Novembernacht an der Straße der Glasmacher in Weißwasser der heute 18-Jährige K.* eine folgenschwere Tat begeht: Im Treppenaufgang eines Wohngebäudes soll der Heranwachsende mit einer Schere auf einen anderen jungen Mann losgegangen sein.
Mehrmals, so schildert später die Staatsanwaltschaft Görlitz, hatte K. auf den Rücken des Opfers eingestochen. Der konnte sein Leben nur dadurch retten, dass er aus dem Haus flüchtete.
Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat umgehend Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen versuchtem Totschlag eingeleitet. Ferner soll sich der Jugendliche noch wegen weiterer, mutmaßlich begangener Straftaten verantworten.
Nicht ganz ein Jahr später hat die Jugendkammer des Landgerichtes Görlitz den Prozess gegen K. eröffnet. Die Öffentlichkeit ist zu dem Prozess nicht zugelassen, weil der Angeklagte zum Tatzeitpunkt noch minderjährig gewesen ist.
Letztlich zeigt sich das Gericht im Urteil überzeugt, dass der Weißwasseraner die Tat begangen hatte. Darüber hinaus ist der junge Mann vom Amtsgericht in Weißwasser im Oktober – also wenige Tage vor der eigentlichen schweren Körperverletzung – in einem anderen Delikt verurteilt worden. „Der Angeklagte wurde unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt“, so Landgerichtssprecher Jörg Küsgen.
Das Urteil gegen den Weißwasseraner ist inzwischen rechtskräftig. *Name geändert