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| 02:54 Uhr

Kunstwerke aus der Bukowina

Marion Girth vom Erlichthof präsentiert zwei der kunstvollen Ostereier aus der Bukowina, dem Nordosten Rumäniens. Diese sind bis zum 27. April 2014 in Rietschen zu bewundern.
Marion Girth vom Erlichthof präsentiert zwei der kunstvollen Ostereier aus der Bukowina, dem Nordosten Rumäniens. Diese sind bis zum 27. April 2014 in Rietschen zu bewundern. FOTO: Martina Arlt/mat1
Rietschen. In Vitrinen der Touristinformation in Rietschen sind seit dem Wochenende handbemalte Ostereier aus der Bukowina in Rumänien ausgestellt. Außerdem lockte eine Floristikausstellung Besucher in die Erlichthofsiedlung. Martina Arlt / mat1

Die Kunstwerke aus der Bukowina können von den Besuchern des Erlichthofes nicht nur bewundert, sondern auch gekauft werden. Die für diese Region im Nordosten Rumäniens typischen Muster werden mit alten Techniken gestaltet. Enten-, Gänse- und Straußeneier werden in farbige Kunstwerke verwandelt.

Die Bukowina (das Buchenland) ist eine faszinierende Region in Rumänien. Berühmt ist sie für ihre prächtig bemalten Klöster. Ausgehend von den Klöstern sind die Menschen von einer tiefen christlichen Religiosität geprägt, die in den Zeremonien des Osterfestes ihre höchste Ausdrucksform findet. Das Ei als Symbol des Lebens spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch deshalb ist die Tradition des Eierverzierens sehr verbreitet. In vielen Stuben und Küchen sitzen Menschen mehrerer Generationen am Abend beieinander und gestalten wunderschöne Ostereier. Dabei wählen sie die Batiktechnik, die aus dem slawischen Sprachraum bekannt ist und christlich-orthodoxe Symbole und Motive verwendet. Verbreitet ist auch die Wachstechnik mit wunderschönen Farben und vielfältigen Mustern. Der Betrachter staunt über die feine, filigrane Bemalung.

Nicht nur zu dieser neuen Ausstellung hatte die Natur- und Touristinformation Rietschen für das Wochenende eingeladen. In der Theaterscheune, wo es normalerweise immer wieder sehr unterhaltsame Kabarettabende gibt, fand die traditionelle Frühlings- und Osterausstellung statt. "Frühlingserwachen" hieß die zweitägige Präsentation, die von der Rietschener Floristin Ute Mühle gestaltet wurde. Schon längst ist sie mit ihrem Blumengeschäft "Gänseblümel - Blumen und mehr" im Ort und der Umgebung bekannt. Diese Schau stellte sie nun bereits zum vierten Mal im Erlichthof zusammen, insgesamt war es jedoch die fünfte Floristikausstellung dieser Art. Zur Begrüßung der Gäste hielt die Floristin Gänseblümel-Bowle bereit.

Mit "blumigen" Gestecken, Körben und Dekorationen hielt Ute Mühle mit ihrer Mitarbeiterin Mercedes Schneider eine reichliche Auswahl für die Besucher in der Theaterscheune bereit. Frühlingsblüher wie Hornveilchen, Primeln, Bellis, Vergissmeinnicht, Hyazinthen, Tulpen, Ranunkeln und Narzissen waren in den Gestecken zu finden.

"Gern verwenden wir Naturmaterialien wie beispielsweise Rinde, die wir selbst sammeln", so die 49-jährige Ute Mühle. "Unsere Heukränze können gern selbst gestaltet werden, die einzelnen Deko-Artikel sind auch hier zu haben. Manchmal möchten die Besucher sich nur Anregungen holen und werden zu Hause selbst kreativ. Eine interessante Deko-Idee in diesem Jahr sind die Formen von Glühbirnen, die mit Blumen verziert werden", sagt die Floristin Ute Mühle. Gern ließen sich einige Gäste Frühlingssträuße gleich an Ort und Stelle gestalten.