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Schulkomplex
Kunstrasenplatz in Schleife kann wachsen

Schleife. Gemeinderäte geben auch für die Beregnungsanlage am deutsch-sorbischen Schulkomplex grünes Licht. Von Regina Weiß

Der Bau des neuen deutsch-sorbischen Schulkomplexes in Schleife war in all den Jahren auch immer eine Frage des Geldes. 24 Millionen Euro waren und sind das Maß aller Dinge. Nachdem nun 63 Prozent aller Baumaßnahmen auf den Weg gebracht beziehungsweise ausgeschrieben worden sind, zeigt sich finanzieller Spielraum, so die Aussage im Schleifer Gemeinderat. „Wir können jetzt nachjustieren“, so Bauamtsleiter Steffen Seidlich. Das wird genau an zwei Stellen gemacht, wie der Gemeinderat mit jeweils einer Stimme Enthaltung beschlossen hat.

So wird der Kunstrasenplatz, der in den Planungen erst geschrumpft war, nun wieder größer. Mit 68 Meter Breite und 105 Meter Länge bekommt er ein Regelmaß für den Fußballsport. Denn schließlich will Lok Schleife dort nicht nur trainieren, sondern den neuen Platz auch für den Ligabetrieb nutzen – gerade in den Wintermonaten eine gute Alternative. Aufgrund der gewachsenen Größe kann die künftige Anlage auch für den Frauen-, Junioren- und Jugendbetrieb genutzt werden. Diese Teams können den Platz dann in Querrichtung bespielen.

Auf Nachfrage von Gemeinderat Matthias Jainsch erfuhren die Räte, dass mit ihrer Entscheidung 430 000 Euro Mehrkosten verbunden sind. „Wir haben 2016 beschlossen, die Entscheidung später zu treffen“, erinnert Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) an die einst getroffene Abmachung. Nun sei eben später. Die Entscheidung sei jetzt notwendig, damit die Planer weitermachen können.

Ebenfalls hatte man bis dato auf eine Beregnungsanlage für das künftige Schulgelände verzichtet. Doch sie ist sinnvoll, schätzen die Schleifer ein. Ein verbrannter Rasen ist alles andere als ansehnlich. Mit der Anlage können vielmehr Sport- und Grünanlagen in den heißen Sommermonaten optimal genutzt werden.

Als Beispiel wurde der Dorfanger in Schleife herangezogen, der dank der Bewässerung auch sein grünes Bild behalte. Auch, weil Schleife als vom Tagebau betroffener Ort die Gießwasserbegünstigung hat.

117 000 Euro kostet die Anlage, die übrigens auch Personalkosten einspart, in der Anschaffung. Die jährlichen Wartungskosten belaufen sich auf 2400 Euro.

Derweil geht die Vergabe für die nächsten Abschnitte weiter. Anfang der Woche stand der Submissionstermin für die Lose Heizung/Sanitär, Lüftung/Klima, Strom und Gebäudeautomation an. Alle Fachbereiche waren europaweit ausgeschrieben worden.

Laut Informationen von Steffen Seidlich hat es regelmäßig Baustellenkontrollen am künftigen Komplex gegeben. „Bis jetzt sind keine nennenswerten Mängel aufgetreten“, so Seidlich. Die Hoffnung ist, dass es auch so bleibt.

Nach Diebstählen auf dem Areal war die Baustelle übrigens über die Feiertage Tag und Nacht bewacht worden, um sie zu sichern.