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| 17:35 Uhr

Initiative „Rechts rockt nicht“
Kundgebung gegen Nazi-Festival in Ostritz am 22. Juni

Ostritz. Erneut soll ein Musikfestival von Neonazis in Ostritz stattfinden. Allerdings haben sich bereits Gegendemonstrationen angekündigt. Die liegen im Rechtsstreit mit dem Landkreis Görlitz. pm/ckx

Die Initiative „Rechts rockt nicht“ ruft am 22. Juni zu einer Kundgebung und Demonstration in Ostritz auf. Anlass ist die dritte Ausgabe des neonazistischen „Schild und Schwert“-Festivals, zu der erneut mit hunderten Teilnehmenden aus der gewaltbereiten Naziszene zu rechnen ist. Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Ini­tiative an den vielfältigen Protesten in Ostritz beteiligt. Sascha Elsner, Sprecherin der Initiative, erklärt dazu: „Die Nazis gehen davon aus, dass sie ihr völkisches Festival irgendwo auf dem Land ungestört durchziehen können. Aber da haben sie sich geirrt.“ Die Initiative hat eine Dauerkundgebung gegenüber dem Eingang zum Hotel Neißeblick angemeldet, außerdem eine Demonstration durch Ostritz. Die Kundgebung beginnt um 13 Uhr, ab 15 Uhr startet der Demonstrationszug. Die Versammlungbehörde des Landkreises Görlitz hat per Auflagenbescheid, sowohl den Kundgebungsort als auch den Startpunkt der Demonstration der Initiative „Rechts rockt nicht!“ verlegt. Die Initiative wird den Auflagenbescheid vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen anfechten. Elsner kündigt an: „Wir werden im Notfall alle Instanzen anrufen. Interessant werden dürfte der Fall, weil die Versammlung der Nazis tief auf dem Gelände des Hotelkomplexes liegt und eigentlich gar nicht öffentlich zugänglich ist.“