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Muskauer Faltenbogen
Kulturlandschaft fließt in Konzept ein

Bad Muskau. Öffentlicher Vortrag der „Gründungsväter“ des Geoparks ist Auftakt einer internationalen Tagung.

Zum Auftakt einer internationalen Abschlusstagung eines Projekts zur Kulturlandschaft des Muskauer Faltenbogens stellen zwei Experten die Elemente der historischen Kulturlandschaft heraus. Die Ergebnisse der dreitägigen Konferenz sollen in ein grenz­übergreifendes Entwicklungskonzept zum Schutz und Erhalt sowie zur Entwicklung der Kulturlandschaft einfließen. Darauf weist die Stiftung Fürst-Pückler-Park hin, die das Projekt bearbeitet, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird.

„Die geologische Landschaft des Muskauer Faltenbogens und ihre Werte“ lautet der Titel des öffentlichen Vortrags von Dr. Manfred Kupetz und Jacek Kozma, der am Donnerstag, 15. Februar, um 18.30 Uhr im Festsaal des Neuen Schlosses in Bad Muskau stattfindet. Darin beleuchtet das Geologen-Duo Entstehung und Entwicklung der außergewöhnlichen, für die Region identitätsstiftenden Landschaft von der eiszeitlichen Entstehung über die Nutzung der Landschaft durch den Menschen. Diese menschliche Nutzung führte zunächst zu einem handwerklichen und industriellen Aufschwung, auf den der Einbruch und ein Strukturwandel folgte, bis zum Ende des in den 1970er-Jahren „quantitativ bedeutendsten Kohlebergbau“, so Dr. Kupetz. Eindrucksvolle Karten und Interpretationen aus Luftbildern und Fernerkundungsdaten sollen die Folgeentwicklung der Landschaft nach dem Bergbau verdeutlichen.

Jacek Kozma, Mitarbeiter beim Geologischen Dienst in Breslau, und Dr. Manfred Kupetz vom Landesumweltamt Brandenburg in Cottbus, kennen den Muskauer Faltenbogen wie ihre Westentasche. Als Gründungsväter des deutsch-polnischen Fördervereins Muskauer Faltenbogen haben sie den gleichnamigen Geopark buchstäblich aus dem Boden gestampft. Seit 2016 darf er den Titel eines Unesco Global Geoparks tragen.