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| 19:04 Uhr

Tanztheater
Theater setzt Schubladendenken tänzerisch um

Menschen werden in Schubladen gesteckt. Was machen diese Schubladen mit uns? Dieser Frage geht das Tanzstück „Typisch“ nach, das am 27. Januar seine Premiere am Görlitzer Theater erlebt.
Menschen werden in Schubladen gesteckt. Was machen diese Schubladen mit uns? Dieser Frage geht das Tanzstück „Typisch“ nach, das am 27. Januar seine Premiere am Görlitzer Theater erlebt. FOTO: Pawel Sosnowski
Görlitz. Die Görlitzer Tanzcompany bringt mit „Typisch …“ das erste Tanzstück der Spielzeit zur Premiere.

Die Mechanismen alltäglicher Verallgemeinerungen werden in dem Stück „Typisch ...“ betrachtet. Der Umgang mit Stereotypen, Archetypen, Proto- und Antitypen wird untersucht, kündigt Franziska Springer vom Gerhart-Hauptmann-Theater die nächste Premiere in Görlitz an.

Von Kindesbeinen an werden Menschen in Schubladen gesteckt. Stark, schwach, blau, rosa, männlich, weiblich, stur, willensstark, sensibel, frech. Sie werden geformt und genormt, klassifiziert und eingepasst, um Unbekanntes, Fremdes verständlicher zu machen. Was machen diese Schubladen mit uns? Formen wir sie oder sie uns? Sind sie ein Zeichen von Unbehagen, da sie uns die falsche Sicherheit verleihen, dass wir etwas Unbekanntes für uns einordbarer machen? Oder sind sie ein Zeichen von Stärke, da sie von unserer Fähigkeit zum Lernen und Einordnen von Erfahrungen zeugen?

Diese Fragen stellen sich Dan Pelleg und Marko E. Weigert zusammen mit ihren Tänzern im neuen Tanzstück „Typisch …“.Die Antworten ihrer tänzerischen Umsetzung sind ab dem 27. Januar im Görlitzer Gerhart-Hauptmann-Theater zu erleben.

Das von Ausstatter Markus Pysall entworfene Bühnenbild ist dabei einerseits praktisch, präsentiert sich aber andererseits auch als thematisches Sinnbild: der überdimensionale Schrank mit vielen Schubfächern in Form von Karteikästen dient dazu, die Tänzer auf der Bühne in Schubladen zu stecken – wortwörtlich.

Die Premiere beginnt am Sonnabend, 27. Januar, um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen: 3. und 9. Februar (Studententag) jeweils 19.30 Uhr, 11 Februar 15 Uhr, 7. April 19.30 Uhr und 29. April (Familienvorstellung) 19 Uhr.

(red/dh)