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| 17:18 Uhr

Kunst- und Kulturgeschichte
Museum zeigt Unerhörtes aus Görlitz im Kaisertrutz

Görlitz. Eine neue Sonderschau ist dem Expressionismus gewidmet. Vom 2. Juni bis zum 4. November werden mehr als 200 Werke gezeigt.

Im Görlitzer Kaisertrutz eröffnen die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur am Sonnabend, 2. Juni, eine neue Sonderausstellung.  Unter dem Titel „Unerhört! Expressionismus in Görlitz“ widmet sich die widmet das Kulturhistorische Museum erstmals dieser Epoche der Kunst- und Kulturgeschichte eine umfangreiche Schau.

„Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ließen Künstler in Görlitz bisherige Konventionen hinter sich und begannen, expressionistisch zu arbeiten“, so Kerstin Gosewisch vom Museum. Impulse dafür kamen von der Dresdener Künstlervereinigung „Die Brücke“ sowie aus Breslau, wo der Maler Otto Mueller wirkte. Schnell wurde der Expressionismus zum Stadtgespräch, und Werke von Görlitzer Künstlern erlangten überregionale Bekanntheit.

Gezeigt werden nun mehr als 200 Werke, darunter Aquarelle, Grafiken, Kupferstiche, Holzschnitte, Fayencen und Bücher. Ergänzt werden sie durch Fotografien aus den 1920er-Jahren, die Görlitzer dem Museum zur Verfügung gestellt haben.

Die Chronologie der Ausstellung setzt Ende des 19. Jahrhundert ein, als sich Görlitz städtebaulich und wirtschaftlich rasant entwickelte und parallel eine lebendige Kultur- und Kunstszene entstand. Der Rundgang führt bis in die Gegenwart, in der einige Künstler die Idee des Expressionismus in ihren Arbeiten aufleben ließen.

Die Sonderausstellung wird begleitet von einem vielfältigen Programm mit Kunstpausen, Führungen, kulturgeschichtlichen Spaziergängen und Vorträgen. Folgen wird auch eine Publikation zum Expressionismus in Görlitz.

Die Vernissage im Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, beginnt am Freitag, 1. Juni, um 18 Uhr. Die Sonderausstellung ist bis zum 4. November zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag jeweils 10 bis 18 Uhr.

www.goerlitzer-sammlungen.de

(red/dh)