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| 07:31 Uhr

Dritter Teil der Krimi-Reihe
Görlitzer Wolfsland ist zurück in der ARD

Eine 400 Jahre alte Leiche steht am Anfang des neuen Wolfsland-Krimis. Viola Delbrück (Yvonne Catterfeld), Burkhard „Butsch“ Schulz (Götz Schubert) und Uli „Jakob“ Böhme (Jan Dose) untersuchen die Leiche.
Eine 400 Jahre alte Leiche steht am Anfang des neuen Wolfsland-Krimis. Viola Delbrück (Yvonne Catterfeld), Burkhard „Butsch“ Schulz (Götz Schubert) und Uli „Jakob“ Böhme (Jan Dose) untersuchen die Leiche. FOTO: MDR/MOLINA FILM/Steffen Junghans / Steffen Junghans
Görlitz. Wolfsland, der Görlitz-Krimi, ist zurück. Am Donnerstag läuft Teil drei der Reihe zur besten Sendezeit in der ARD. Wir verraten, warum sich das Einschalten lohnt. Von Bodo Baumert

In Görlitz ist wieder Wolfsland-Zeit. Derzeit laufen in der Stadt die Dreharbeiten für Teil fünf der Krimi-Reihe, die Görlitz in den Fokus nehmen soll. Die Stadt solle hier endlich mehr sein als pittoreske Kulisse, hatte der MDR vor drei Jahren beim Start des Projektes angekündigt. Die ersten beiden Teile hatten in der Reihe der Donnerstagskrimis eingeschlagen, deshalb durfte das Team um Yvonne Catterfeld und Götz Schubert weitermachen.

„Der steinerne Gast“ lautet der Titel des aktuellen Teils, der die Fernsehzuschauer am Donnerstagabend um 20.15 Uhr unterhalten soll. Eine Woche später folgt „Irrlichter“.

Von den Wölfen, die in den ersten beiden Folgen mitspielten, ist allerdings nichts mehr zu sehen. Stattdessen fokussiert sich das Geschehen zusehends auf die beiden Ermittler und ihre schroffen Eigenarten. Burkhard „Butsch“ Schulz, gespielt von Götz Schubert, pflegt weiter das Image des Einzelgängers, der die Dinge auf seien Art regelt. Er ist und bleibt der kautzige Lausitzer, hat aber sein Herz erwärmt für die nicht mehr ganz „neue“ Kollegin aus Hamburg.

Viola Delbrück, gespielt von Yvonne Catterfeld, etabliert sich mehr und mehr in ihrer neuen Umgebung. Wo Butsch missmutig durch den Tatort trampelt, ist sie mit moderner Technik und Methodik am Werk, aufgeschlossen und kompetent.

Butsch geht da anders vor, mit Instinkt und Kontakten, nicht immer so ganz getreu den Buchstaben des Gesetzes folgend, dafür mit Selbstbewusstsein, das allerdings in dieser Folge empfindlich in Mitleidenschaft gezogen wird. Ein alter Fall taucht wieder auf, einer in dem Butsch sich offenbar geirrt hat, einer, in dem er die wahren Täter übersehen hat.

Instinkt-Bulle mit Selbstzweifeln: Butsch muss sich hinterfragen.
Instinkt-Bulle mit Selbstzweifeln: Butsch muss sich hinterfragen. FOTO: MDR/MOLINA FILM/Steffen Junghans / Steffen Junghans

Butsch wird wieder zum Eigenbrödler. Diesmal allerdings kommt ihm Viola Delbrück dazwischen. „Kollegin, Teamwork, Informationen teilen – kommt Ihnen irgendetwas davon bekannt vor?“ fragt sie provokant und schafft es, diesmal einbezogen zu werden in den alten Fall, der sich nach und nach zum Familiendrama ausweitet.

Nicht das einzige, denn zusehends wird auch deutlich, dass Björn Delbrück wieder in der Stadt ist, Vioalas psychopathischer Ex-Mann, dessen Besessenheit sie nach Görlitz hat flüchten lassen. Doch auch hier scheint sie nicht vor ihm sicher.

Butsch scheint das erkannt zu haben und spielt sich zum heimlichen Beschützer seiner Kollegin auf. Zum Beginn der Folge sieht man ihn Wache halten im Auto vor der Tür ihrer Wohnung. Als Viola ihn damit konfrontiert, schweigt er.

Er ist wieder da: Violas besessener Ex-Mann Björn Delbrück (Johannes Zirner)
Er ist wieder da: Violas besessener Ex-Mann Björn Delbrück (Johannes Zirner) FOTO: MDR/MOLINA FILM/Steffen Junghans / Steffen Junghans

Doch seine Sorgen scheinen berechtigt. Die Frage ist nur, wird er zur Stelle ein, wenn sich die Lage zuspitzt?

Der Neue im Team

Eine neuen Boss haben die beiden Görlitz-Ermittler mit dieser dritten Folge erhalten. Dr. Tobias Grimm, gespielt von Stephan Grossmann, ist noch so ein Kauz in diesem an schrulligen Typen reichen Kosmos. Mit seinen überraschenden Fragen versteht er es zumindest, die Ermittler zu irritieren. Wie sich der Charakter entwickelt, bleibt abzuwarten.

Hintergrund des Wechsels: Andreas Schmidt, der den Leiter des Görlitzer Kommissariats bisher gespielt hat, ist im vergangenen Jahr verstorben.