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Theater
Eisbrenner interpretiert Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“

Gemeinsam interpretieren Tino Eisbrenner und Heiner Frauendorf "Deutschland. Ein Wintermärchen" im Görlitzer Theater. Foto: PR
Gemeinsam interpretieren Tino Eisbrenner und Heiner Frauendorf "Deutschland. Ein Wintermärchen" im Görlitzer Theater. Foto: PR FOTO: SANDRA BERGEMANN PHOTOGRAPHIE
Görlitz. Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ in der Interpretation von Tino Eisbrenner ist am Sonnabend, 28. Oktober, Am Görlitzer Theater zu erleben.

Tino Eisbrenner ist am Sonnabend, 28. Oktober, 19.30 Uhr, mit seiner Interpretation von Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ am Görlitzer Theater zu erleben. Dieses kündigt die Veranstaltung als eine „sinnliche, zeitgemäße, zeitlose, vergnügliche, mitreißende und politisch brisante Konzertlesung in zwei Akten, bei der Herz und Verstand auf ihre Kosten kommen“ an. Begleitet wird der Sänger, Lyriker und Schauspiele dabei von Heiner Frauendorf.

Den klassischen Text unterstreicht er dabei immer wieder mit eigenen und geborgten Liedern, die auch zu Heines Zeiten hätten entstanden sein können – romantische Lieder und Lieder des Aufbegehrens. „In diesem Wechselspiel klassischer und moderner Lyrik verblüfft den Zuschauer unweigerlich die Aktualität von Heines beißender Satire, seinem Zorn und seiner Wehmut, die ihn bei der Betrachtung seiner deutschen Heimat befällt“, so das Theater in seiner Ankündigung.

Nachgegangen wird den Fragen: Sind die Lieder hier von damals oder lebt Heinrich Heine noch und hat sein »Wintermärchen« erst gestern geschrieben? Hat sich denn scheinbar in den großen Fragen und kleinen Gepflogenheiten gar nichts verändert in diesem Land?

Den äußeren Rahmen von „Deutschland. Ein Wintermärchen“ bildet eine Reise von Paris nach Hamburg, die Heinrich Heine im Winter 1843 unternahm, um nach 13 Jahren Exil noch einmal seine Mutter zu besuchen. Heine nannte sich selbst den letzten Fabelkönig der Romantik, rühmte sich aber auch seines Kampfes für die Ideen der bürgerlichen Freiheit, was ihm harte Zensur einbrachte und ihn ins Exil nach Frankreich zwang. Danach wurden seine Schriften in Deutschland verboten.

(dh)