Diese Regelung wird aus Gründen der Sicherheit getroffen und wurde vom Landratsamt so angeordnet.

Hintergrund ist, dass in diesen Tagen die Arbeiten an den Stützwänden an der Neiße beginnen. "Die Baustelle dafür ist bereits eingerichtet", so Eidtner. Die Technik ist vor Ort, das Silo für den Baustoff bereits aufgestellt. Eine Firma aus Berlin werde mithilfe des Hochdruckinjektionsverfahrens den Beton drei Meter tief ins Erdreich pressen. So gegründet, können dann die im Betonwerk Schwepnitz vorgefertigten Elemente - der sogenannte Balkon - zum Grenzfluss hin angebracht werden. An dieser Baustelle werden die Pkw nun per Lichtsignal wechselseitig vorbeigeleitet und auf die Grenzbrücke geführt. Das könne zwar in Spitzenzeiten auf beiden Seiten zu Staus führen, doch als Alternative hätte sich nur eine Brückensperrung angeboten. "Nach Gesprächen wussten wir, dass die Polen das nicht so toll gefunden hätten", erklärt Eidtner.

Insgesamt ist er mit dem Fortschritt auf der größten Baustelle Bad Muskaus zufrieden. Das Wetter spiele bisher gut mit. Nur nicht unbedingt der Baugrund. Am gestrigen Tag wurde deshalb noch einmal ein Probefeld auf der Baustelle angelegt.

Doch das Problem ist in dem Bereich nicht neu, wie die Stadtverwaltung vom Bad Muskauer Hans Schmidt, Mitglied im Historica-Verein, erfuhr. "Beim Bau der Brücke 1910 gab es bereits große Probleme mit der Gründung. Diese musste damals doppelt so tief erfolgen, weil Kohle darunter gelegen hat", erzählt Dirk Eidtner.

Auch das künftige Pflaster ist bereits in Deutschland eingetroffen. Es steht beim Zoll. Geliefert wird der Baustoff aus China. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte in einer Bemusterung vor dem Baustart eine entsprechende Qualität der Steine gefordert. Nach Abfragen von Herstellern musste man sich für den Anbieter aus Asien entscheiden, erklärt Eidtner.