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| 01:10 Uhr

KSV-Fechter mit Erfolg

Weißwasser.. Der Deutschlandpokal wird seit 1983 ausgetragen. Er ist seitdem ein wichtiges Ereignis für den nationalen Fechtsport. Er ist gleichzusetzen mit der nationalen Mannschafts-Meisterschaft für Amateure. Diese Veranstaltung findet jährlich statt und umfasst alle Vereine des Deutschen-Fechterbundes. Zu Jahresbeginn werden aus über 400 Vereinen Deutschlands die Begegnungen ausgelost. Im Verlaufe der Runden müssen die jeweiligen Sieger dieser Begegnungen wiederum gegeneinander antreten. (sha)

Dies geschieht solange, bis sich die besten acht Teams mit der jeweiligen Waffe für das große Finale qualifizierten. Der Deutschlandpokal gilt als die größte dezentrale Fechtveranstaltung der Welt. Die acht qualifizierten Mannschaften mit jeder Waffe kämpfen im K. o.-Verfahren um den Sieg.
Die Florett-Fechter vom KSV 90 Weißwasser konnten dieses Jahr das Finale wieder einmal erreichen. Es wird im „Stafettenmodus“ ausgetragen. Gewonnen hat, wer im neunten Gefecht zuerst die maximale Trefferzahl von 45 erreicht oder bei Ablauf der Kampfzeit den höheren Trefferstand hat. Die erste Runde im Finale wird ausgelost. Die Weißwasseraner Fechter um Konrad Richter zogen den FC Geislingen (3. Platz 2003).
Sachsenmeister Sven Hanke begann. Der mit Abstand beste Fechter in den Reihen der Lausitzer schwächelte ausgerechnet in diesem Gefecht. Es endete 2:2 und war nicht der erhoffte Anfang. Jens Nerlich lieferte in seinem Kampf eine tolle Vorstellung, mit knappem 9:10-Rückstand übergab er an Markus Schibilsky. Ein Aufblitzen seines Könnens lieferte die 15:14-Führung im Mannschaftskampf. Dieses Gefecht zeigte das er doch noch fechten kann. Dennoch konnte die Führung nicht bis zum Schluss gehalten werden. Der Mannschaftskampf ging knapp mit 38:45 verloren. Damit konnten die Mannschafskämpfe um den Gesamtsieg nicht mehr erreicht werden.
Der Kampf um Platz fünf musste für die KSV-Fechter als neue Zielstellung dienen.
Nach sechs Stunden Wettkampf und Wartezeit war dies auch erreicht. Der Gegner hieß nun PSV Stuttgart, der Sieger von 2003.
Hier lief Sven Hanke wieder zur gewohnten Form auf und hielt den Mannschaftskampf lange offen. Jens Nerlich, über das ganze Turnier gesehen der beständigste Fechter, lieferte eine starke Florett-Vorstellung. Nur Markus Schibilsky erreichte in diesem Vergleich nicht die von Ihm selbst und von seinem Team geforderte Leistung. Eine Tendenz die sich schon bei der Deutschen-Senioren-Meisterschaft zeigte, bei der er in diesem Jahr nur einen 8. Platz belegte. Das Gefecht um Platz fünf ging mit 38:45 verloren.
Der 6. Platz im Florett ist für die Fechter um Trainer und Mannschaftsmitglied Konrad Richter ein schöner Erfolg. Auch wenn mehr möglich gewesen wäre, was der 2. Platz vom FC Geislingen bestätigt. Man ist jedem Gegner im Prinzip gleichwertig, es darf nur keiner einen schlechten Trainingszustand haben. Darin liegt das Problem, mit drei Stunden wöchentlicher Trainingszeit für Nachwuchs und Aktive in Weißwasser kann das Niveau einzelner Fechter von KSV nicht nicht gehalten werden. Gerade Hanke und Schibilsky müssen sich etwas einfallen lassen. Städte wie Bautzen und Görlitz bieten ihren Vereinen ausreichende Trainingszeiten an.