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| 19:00 Uhr

Kromlauer Park
Japanische Brücke für Inselteich

Hier soll die neue Brücke am Inselteich entstehen. Fundamente für ihren Vorgänger wurden bereits freigelegt.
Hier soll die neue Brücke am Inselteich entstehen. Fundamente für ihren Vorgänger wurden bereits freigelegt. FOTO: Regina Weiß
Kromlau. Bevor die vielen Bau- und Sanierungsarbeiten im Kromlauer Park starten, sind umfangreiche Analysen und viele Beratungen notwendig. Von Regina Weiß

Keiner, der in Kromlau lebt und wenn er noch so alt sein sollte, hat die Brücke, die einst über den Inselteich führte, mit eigenen Augen gesehen. „Wir haben historische Aufnahmen“, sagt Bürgermeister Dietmar Noack (CDU). Diese stammen aus dem Jahr 1908, die „aktuellsten“ aus den 1920er-Jahren. Doch man hat noch mehr. Ausgrabungen haben auf die Spur der Fundamente des ehemaligen Brückenbauwerks am Inselteich geführt. An der Stelle soll nun die neue Brücke wieder aufgebaut werden. Sie wird im japanischen Stil gehalten sein. Das ist sozusagen eine Reminiszenz an die Japanischen Azaleen. Denn die sind historisch belegt für dieses romantische Parkareal und wurden bei den zurückliegenden Arbeitseinsätzen nachgepflanzt. Stahl und Holz sollen den Brückenbau nicht zu wuchtig machen. Ein weißer Anstrich wird folgen.

Der Brückenbau ist eins von sieben Projekten, die im Rahmen des Förderprogramms Zukunft Stadtgrün (ZSP) in der Parkfläche umgesetzt werden. Dafür stehen der Gemeinde Gablenz rund 840 000 Euro zur Verfügung. Aber ihr sitzt die Zeit im Nacken. 2018 ist die Zielvorgabe nennt es Dietmar Noack. So manches Zeitfenster wird dann aber von Beratungen aufgefressen. Wie jüngst bei einer Mammutsitzung mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Doch die Abstimmung tut Not, um nicht durch irgendetwas Unbedachtes die Vorhaben in Gefahr zu bringen. „Wir sind auf einem guten Weg“, verbreitet Noack Optimismus.

So habe man sich beim Mehrgenerationenspielplatz für einen Standort entschieden. Gleichzeitig können für dieses Vorhaben nun die Planungen ausgelöst werden. Ein Görlitzer Planungsbüro bekommt den Auftrag im Wert von rund 20 000 Euro, legte der Rat in der jüngsten Sondersitzung fest.

Für den Richterstuhl – eigentlich heißt das Bauwerk Kanzel – muss auch geplant werden, soll das Basaltmonument dauerhaft fest im Lausitzer Sand verankert werden. Ein 3 D Scann ähnlich wie von der Rakotzbrücke wird von einem Dresdener Büro ausgeführt. Es werden Erkenntnisse erwartet, die dann Aufschluss darüber geben, wo die Fundamente am besten platziert werden.

Neben dem Bau von Wegen, wo nun das zu verwendende Material festgelegt wurde, hat auch die Abstimmung zum Parkplatz stattgefunden. „Wir haben eine Variante gefunden“, so Noack. Sind die Planungen entsprechend angepasst, kann auch für dieses Einzelvorhaben eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung beim Landratsamt beantragt werden. Das ist in jedem Einzelfall notwendig. So auch beim neuen Infopunkt samt Toiletten am Parkplatz.

Beim Rakotzensemble wird als erstes der Wiederaufbau der Grotte in Angriff genommen. Hier werden die Steine kartiert und aufbereitet, bevor das Bauwerk neu entstehen kann. Bei der Rakotzbrücke selber sind weitere Untersuchungen zum Material fällig. Gerade, was den Mörtel betrifft. „Es soll eben alles richtig gemacht werden und da muss man wissen, ob das Material tragfähig ist“, formuliert es der Bürgermeister. Entsprechende Proben am Basalt und Mörtel wird ein Dresdener Institut übernehmen. Kostenpunkt: Rund 5500 Euro. „Wir haben also noch eine Stück Weg vor uns, bevor der Bau losgehen kann“, so Noack.

Der Richterstuhl in Kromlau. Auch hier werden in Bälde Sanierungsarbeiten durchgeführt.
Der Richterstuhl in Kromlau. Auch hier werden in Bälde Sanierungsarbeiten durchgeführt. FOTO: Regina Weiß