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| 03:02 Uhr

Kromlau ist jetzt Station der Dampfbahnroute

Christian Sacher und Heiko Lichnok enthüllen das Schild. Foto: rw
Christian Sacher und Heiko Lichnok enthüllen das Schild. Foto: rw FOTO: rw
Kromlau. Eigentlich sollte der Sonderzug der Waldeisenbahn am Freitag nach Mühlrose rollen, doch dann machte er in Kromlau Halt. "Da hat wohl einer die Weiche falsch gestellt, wir haben uns verfahren", erklärte Heiko Lichnok, Geschäftsführer der Waldeisenbahn GmbH, nicht ganz ernst gemeint. Regina Weiß

Es hatte schon seinen Grund, warum der Zug an der Waldstation angehalten hatte. Der Grund war bis dato noch verhüllt. Heiko Lichnok und Christian Sacher, Projektleiter der Sächsischen Dampfbahnroute, enthüllen die neue Stationstafel in Kromlau. Damit ist der Parkort eine von 61 Stationen der Dampfbahnroute. Das Schild weist nicht nur darauf hin, sondern vermittelt auch kurz und knapp Wissenswertes zur Strecke nach Kromlau. Vor wenigen Wochen konnte auf der Route durch die Muskauer Waldeisenbahn 20 Jahre Personenbeförderung gefeiert werden. Der Grundstein dafür wurde schon vor der Wende gelegt, als die Idee geboren wurde, die Bahnstrecke nach Kromlau wieder entstehen zu lassen und den Rhododendronpark an die Stadt Weißwasser anzubinden. Doch zu dieser Anbindung kommt es nicht mehr, wohl aber zum Streckenaufbau, in nur einem Jahr von 1991 bis 1992, wie Heiko Lichnok stolz wiedergeben kann. Entstanden war die Strecke nach Kromlau, weil vor 360 000 Jahren dafür die Voraussetzungen geschaffen wurden. Der Muskauer Faltenbogen brachte Rohstoffe nach oben, so auch den Ton. Dort, wo jetzt die Waldstation steht, wurde eine Tongrube in den 50er-Jahren eröffnet. "Diese sollte eigentlich bis über das Jahr 2000 hinaus für Tonabbau sorgen. Wäre es so gekommen, wären auch Teile des Kromlauer Parks in Mitleidenschaft gezogen worden. Doch der Ton war wohl von seiner Qualität nicht gut genug, sodass die Grube nach nur vier Jahren wieder geschlossen wurde", so Lichnok. Später wurden auch die Bahnschienen rückgebaut. Wie Christian Sacher den Gästen der Sonderfahrt erläutert, ist die Waldeisenbahn Muskau ein besonders aktiver Partner der Dampfbahnroute Sachsens. Dazu zählen 61 Stationen und 110 Partner. 25 Messen wurden durch die Macher der Route besucht, um für die Kleinbahnen in Sachsen die Werbetrommel zu rühren.