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Kritiker werfen DGB 50-Prozent-Demokratie vor

Beim DGB-Forum in Weißwasser mit den Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien: Thorsten Ahrens (l. Die Linke), Thomas Jurk (2.v.l. SPD), Michael Kretschmer (r.CDU) und Moderator Frank Budzuhn (2.v.r.).
Beim DGB-Forum in Weißwasser mit den Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien: Thorsten Ahrens (l. Die Linke), Thomas Jurk (2.v.l. SPD), Michael Kretschmer (r.CDU) und Moderator Frank Budzuhn (2.v.r.). FOTO: ni
Weißwasser. Über zwei Stunden haben die Bundestagskandidaten Thorsten Ahrens (Die Linke), Thomas Jurk (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) Donnerstagabend in Weißwasser Rede und Antwort gestanden zu verschiedenen Themen. Der DGB-Kreisverband Görlitz hatte aus dem Wahlkreis 157 nur die Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien eingeladen. Gabriela Nitsche

Neben den drei genannten auch Joachim Schulze (B 90/Grüne), der wegen Krankheit fehlte. Kreisverbandsvorsitzender Stefan Holthaus verteidigte diese Entscheidung. In sozialen Netzwerken wurde diese Auswahl dagegen heftig kritisiert. Dem interessierten Wähler werde die Möglichkeit genommen, auch die Standpunkte der anderen Kandidaten - Tino Chrupalla (AfD), Christine Schlagehan (FDP), Steffen Große (Freie Wähler) und Ilias Papadopulos (Bürgerrechtsbewegung Solidarität) - zu erfahren, so der Tenor. Mike Altmann aus Görlitz postete unter der Überschrift "Mein rechter, rechter Platz ist leer …" seine Meinung und schreibt von "50-Prozent-Demokratie". Für sein Statement, in dem es weiter heißt "Demokratie verkommt zu einer Phrase, wenn wir keine Meinungsvielfalt ertragen. Wer Toleranz einfordert, muss sie vorleben. Toleranz bedeutet nicht, dass ich etwas ‚toll' finde. Ich erdulde es", erhielt der Görlitzer viel Zustimmung.

Auch während des Forums, welches von Frank Budzuhn aus Weißwasser moderiert wurde, gab es von einem Teilnehmer, der sich nicht vorstellte und nach seiner Wortmeldung wutentbrannt den Vereinspavillon verließ, Kritik.