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Kriminaltechnische Arbeit klärt Knochenfund auf

Dr. Patricia van der Burgt, Hauptmann Ivo Graf und zwei Kriminaltechniker beim Absuchen der Oberfläche. Foto: Polizei
Dr. Patricia van der Burgt, Hauptmann Ivo Graf und zwei Kriminaltechniker beim Absuchen der Oberfläche. Foto: Polizei FOTO: Polizei
Haide. Der Knochenfund auf dem Truppenübungsplatz (TÜP) Oberlausitz ist aufgeklärt. Laut Polizei handelt es sich um die sterblichen Überreste eines im Zweiten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten. red/br

Es war zunächst unklar gewesen ob es sich bei den Skelettteilen um menschliche oder tierische Knochen handelt, geschweige denn, woher diese stammen.

Eine gerichtsmedizinische Untersuchung des Schädels und der Skelettstücke hatte zwischenzeitlich ergeben, dass diese menschlichen Ursprungs waren. Es handelte sich um die sterblichen Überreste eines Mannes, der offenbar schon mehrere Jahrzehnte im Sand des Truppenübungsplatzes gelegen haben könnte.

Um die weiteren Umstände des Todes zu klären, untersuchten die Experten für Forensik den Fundort. Bei ihrer akribischen Suche auf der Oberfläche des Truppenübungspaltzes fanden sie weitere Knochenstücke, die in Summe ein beinah vollständiges Skelett ergaben. Außerdem vermittelten sie aussagekräftige Hinweise darauf, dass es sich bei dem Toten mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen im Verlauf des Zweiten Weltkriegs gefallenen deutschen Soldaten handelt. Er hatte im Juni 1924 geheiratet. Darauf lässt ein goldener Ehering schließen, der ebenfalls am Fundort entdeckt wurde.

Nach Abschluss der Spurensuche übergaben die Kriminalisten die Knochen und die weiteren Fundstücke an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Dieser werde nun für eine angemessene Bestattung des noch unbekannten Verstorbenen sorgen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind damit abgeschlossen, teilt der Sprecher der Polizeidirektion Görlitz weiter mit.