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Landgericht Görlitz
Kriminalfall kommt nach über 20 Jahren vor Gericht

Eine Zeugin hat ihre Aussage revidiert. Nun kann ein Mord nach 20 Jahren doch noch aufgeklärt werden.
Eine Zeugin hat ihre Aussage revidiert. Nun kann ein Mord nach 20 Jahren doch noch aufgeklärt werden. FOTO: Fotolia
Görlitz. Mehr als 20 Jahre nach ihrer Tat müssen sich ab heute ein 57 Jahre alter Maurer und ein 52 Jahre alter Mitarbeiter eines Pflegedienstes wegen eines Tötungsverbrechen vor dem Landgericht Görlitz verantworten. Wie kommt es dazu?

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, ihr damals 46 Jahre altes Opfer im Oktober 1996 im Rausch zusammengeschlagen zu haben. Aufgrund der zahlreichen Verletzungen starb der Geschädigte am Einatmen von Blut. Der Leichnam wurde einen Tag nach der Tat im Fluss Mandau gefunden.

Aufgeklärt werden konnte der Fall kurz vor der Verjährungsfrist aufgrund des Widerrufs einer Zeugin. Sie hatte den beiden mutmaßlichen Tätern seinerzeit ein Alibi gegeben. Bei der Rekonstruktion der Tat im November 2016 räumten die Verdächtigen die Tat ein. Die Anklage lautet Körperverletzung mit Todesfolge. Der ältere Angeklagte verbüßt derzeit eine Freiheitsstrafe wegen schweren Raubes. Nach der Auftaktverhandlung am Montag sind drei weitere Prozesstage geplant.

(dpa)