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| 19:23 Uhr

Wolfsland-Krimi
Krimi-Premiere auf dem roten Teppich

Die Wolfsland-Schauspieler  vor dem Filmpalast Görlitz (v.l.): Jan Dose, Götz Schubert, Yvonne Catterfeld und Stephan Grossmann.
Die Wolfsland-Schauspieler vor dem Filmpalast Görlitz (v.l.): Jan Dose, Götz Schubert, Yvonne Catterfeld und Stephan Grossmann. FOTO: LR / Anja Hummel
Görlitz. Der vierte Teil der „Wolfsland“-Reihe mit Yvonne Catterfeld feiert Filmpremiere in Görlitz. Am Donnerstag ist er in der ARD zu sehen. Von Anja Hummel

Zugeben würde er es nicht. Doch der nervöse Blick und die unruhigen Hände sind verräterisch. „Nein, ich bin nicht aufgeregt“, sagt der dreizehnjährige Lukas Loulis energisch. Seine Mutter Karina lächelt ihm zu.

Beide stehen vor dem Filmpalast in Görlitz. Ein dunkelroter Teppich ist dort ausgerollt. Davor und daneben: jede Menge Menschen. Genau wie Lukas warten sie auf eine Frau, die jeden Moment eintreffen dürfte. Schauspielerin Yvonne Catterfeld wird erwartet. Der Kollege Götz Schubert ist längst da, verteilt schon Autogramme, lächelt hier und da in die Kamera.

Posen für das Pressefoto: Das "Wolfsland-Team" rund um Regisseurin Jutta Müller (3.v.r.) kurz vor der Premiere von Teil 4 im Filmpalast Görlitz.
Posen für das Pressefoto: Das "Wolfsland-Team" rund um Regisseurin Jutta Müller (3.v.r.) kurz vor der Premiere von Teil 4 im Filmpalast Görlitz. FOTO: LR / Anja Hummel

Gleich geht sie los, die Filmpremiere von „Irrlichter“, dem vierten Teil der Wolfsland-Krimireihe, die seit 2016 in und um Görlitz gedreht wird. Yvonne Catterfeld und Götz Schubert spielen die Hauptkommissare Viola Delbrück und Burkhard „Butsch“ Schulz. Vor der TV-Ausstrahlung am Donnerstag im Ersten schauen sich die Schauspieler das fertige Werk im Görlitzer Filmpalast an. Gleich wird hier ein Familiendrama über die Leinwand flimmern. Es geht um einen toten Patriarchen, um Heiratsschwindel und eine Ameisenfarm. Doch bevor der Vorhang aufgeht, möchte sich Lukas noch sein Autogramm abholen.

Kurz nach 19 Uhr: Eine Frau in roten Pumps hängt Götz Schubert um den Hals. Yvonne Catterfeld ist da. Aus einer Seitenstraße hat sie sich „angeschlichen“. Liegt wohl an ihrer Ermittlerrolle. Später auf dem roten Teppich erzählt die 38-Jährige, dass noch bis kurz vor Filmpremiere gedreht wurde. Teil 5 der Krimireihe ist gerade in Produktion.

Yvonne Catterfeld und Götz Schubert posieren auf dem roten Teppich vor dem Filmpalast Görlitz.
Yvonne Catterfeld und Götz Schubert posieren auf dem roten Teppich vor dem Filmpalast Görlitz. FOTO: LR / Anja Hummel

Es ist ein Feierabend, der selbst für eine Frau wie Catterfeld – seit
15 Jahren im TV-Geschäft – nicht alltäglich ist. Blitzlichtgewitter, Autogrammstunde, Interviewmarathon. Mit den Fragen hält sich der 13-jährige Lukas zurück. Sein Autogramm bekommt er natürlich trotzdem – so wie andere zahlreiche Fans. Eine gute halbe Stunde nimmt sich das Wolfsland-Team Zeit, um mit Presse und Fans zu reden. Für Götz Schubert alias Ermittler „Butsch“ ist die Atmosphäre in Görlitz ganz besonders. „Man ist hier viel näher dran am Publikum. Es ist alles weniger anonym als zum Beispiel in Berlin“, sagt der Schauspieler, der im sächsischen Pirna geboren ist. Und trotzdem: Selbst der Trubel um die Premiere in Görlitz reicht ihm aus. Hier noch ein Selfie und dort ein Autogramm, dann geht es langsam Richtung Saal Nummer eins.

Yvonne Catterfeld trägt eine blaue Hose mit rotem Print, ein blau-weißes Shirt und knallrote High-Heels. Ihre Haare sind offen, leicht gewellt. Wie lange sie gebraucht hat, um das Outfit herauszusuchen? „Eigentlich habe ich nur in den Schrank gegriffen, das ging ganz schnell“, sagt sie und lacht. „Nur die roten Schuhe habe ich extra von zu Hause mitgebracht.“ Von Görlitz, von der Oberlausitz insgesamt ist sie begeistert. Schon beim Dreh von „Irrlichter“ im November sagte sie: „Ich möchte unbedingt wieder nach Görlitz kommen.“ Besonders der Dialekt ist für die gebürtige Erfurterin unverwechselbar.

Als wären sie ganz normale Zuschauer, platzieren sich Schauspieler, Produzentin, Redakteur und Regisseur auf den Kinosesseln. Zur Prime-Time um 20.15 Uhr geht der Vorhang im Filmpalast auf. „Irrlichter“ startet mit einer düsteren Szene. Die Kulisse: Die Hochsteinbaude Königshain. Der Gastwirt muss dran glauben. War es die Geliebte oder der verhasste Sohn? Oder doch die Schwiegertochter? Der Kinosaal ist voll. Die Zuschauer gruseln sich nicht nur an der einen oder anderen Stelle. Wenn Spurensicherer Jakob Böhme alias Jan Dose im Halleschen Sächsisch ausflippt oder Kommissariatschef Dr. Grimm alias Stephan Grossmann seine Ameisenfarm im Büro begutachtet, wird es laut im Kinosaal. Humor trifft auf Spannung.

Nach der Premiere zeigt sich das Team sehr zufrieden. Produzentin Jutta Müller gerät ins Schwärmen über den Drehort. „Bei uns darf Görlitz einfach Görlitz sein“, sagt sie. In anderen Produktionen werde die Stadt an der polnischen Grenze schnell auch mal als Venedig oder Budapest verkauft. In „Wolfsland“ nicht. Da ist die Hochsteinbaude die Hochsteinbaude und der Inselsee der Inselsee. Dort, am idyllischen Inselsee, wird am Donnerstag übrigens der Mörder überführt. Oder war es doch eine Frau?

Lukas Loulis bekommt das heiß ersehnte Fan-Bild mit Yvonne Catterfeld und Götz Schubert.
Lukas Loulis bekommt das heiß ersehnte Fan-Bild mit Yvonne Catterfeld und Götz Schubert. FOTO: LR / Anja Hummel

„Irrlichter“ mit Yvonne Catterfeld und Götz Schubert läuft am Donnerstag, 31. Mai, um 20.15 Uhr im Ersten