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| 18:00 Uhr

Bauprojekt
B 156 soll vor Uhyst einen Kreisverkehr erhalten

Noch ist es eine abbiegende Hauptstraße. Doch daraus soll ein Kreisverkehr werden.
Noch ist es eine abbiegende Hauptstraße. Doch daraus soll ein Kreisverkehr werden. FOTO: Joachim Rehle
Uhyst. Der Radweg muss ordentlich eingebunden werden. Neue Schilder wegen Unfallschwerpunkt gefordert.

Mit einem Umbau der B 156 kurz vor Uhyst aus Richtung Boxberg könnte das Landesamt für Straßenbau- und Verkehr (Lasuv) zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Der nun in Rede stehende Kreisverkehr würde zum einen für mehr Sicherheit an der abbiegenden Hauptstraße sorgen. Zum anderen gelingt es so am besten, einen neuen Radweg einzubinden. Konkret geht es um die Verbindung zwischen dem Bärwalder und dem Dreiweiberner See. Eine Lücke, die den Tourismusverantwortlichen schon länger Sorgen macht. Doch nun ist Bewegung in der ganzen Sache.

Am Montagabend kann Andreas Biesold, Lasuv-Niederlassungsleiter Bautzen, im Gemeinderat Boxberg über den Stand der Dinge sprechen, die in die Zuständigkeit der Landesbehörde fallen. Das sind in dem Fall 1,6 Kilometer Radweg zwischen der Staatsstraße 108 am Abzweig Lippen (Gemeinde Lohsa) bis zur Anbindung an die vorhandene Trasse in Uhyst. Auf 2,5 Meter Breite soll dieser neue Weg entstehen.

Um den Rokotschingraben zu überqueren, muss eine acht Meter lange Brücke gebaut werden. Schließlich wurden mehrere Varianten betrachtet, wie der Radweg die B 156 queren könnte. Die Vorzugsvariante für den Verkehrsknoten ist der Kreisverkehr. Dies werden nun die Träger öffentlicher Belange begutachten und ihre Stellungnahmen dazu abgeben.

Dann könnte, so Biesold, im nächsten Jahr mit dem Grunderwerb begonnen werden. „Wir wollen kein Planfeststellungsverfahren“, so Biesold. Er bringt damit die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Flächeneigentümer mit sich reden lassen. Im Falle eines Falles hofft er auf die Unterstützung der Gemeinde und deren Räten. 2020/21 könnte dann gebaut werden. „Ohne das heute zu versprechen“, so Biesold.

Klar, dass dann noch die Radwegetrasse fehlt, um an den Dreiweiberner See zu kommen. Wegen der Problematik Kippengelände keine einfache Geschichte. Deswegen haben am Dienstag Vertreter der LMBV und der Gemeinden Lohsa und Boxberg zusammen gesessen.

Bis zur Bauzeit in zwei bis drei Jahren wollen die Räte nicht warten, was die Sicherheit an der abbiegenden Hauptstraße bei Uhyst betrifft. Gemeinderat Hendrik Scholz erinnert daran, dass es in dem Bereich in diesem Jahr mehrere schlimme Unfälle gegeben hat. Es sei doch ein geringer Aufwand, Vorfahrtsschilder auf den Straßenbelag zu bringen. Ohne verkehrsrechtliche Anordnung des Landkreises gehe gar nichts, so Biesold. Er regte an, diesbezüglich als Gemeinde selbst aktiv zu werden.

Das ist sozusagen schon eingetütet. Am Montag gibt es eine Begehung zu Schwerpunkten in der Gemeinde Boxberg. Wie der Uhyster Ortsvorsteher Frank Knobloch erklärte, gehe es um Tempo 30 vor der Kita Spatzennest in Klitten sowie zweimal um die B 156 – konkret die Kreuzungssituation vor Uhyst und die Einfahrt nach Nochten. Dort hatten die Nochtener mehrfach eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 km/h gefordert.