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Kreistag beschließt weitere Zuschüsse für Erlebniswelt

Badespaß in Krauschwitz: 16 Kinder aus dem Kindergarten "Spatzennest" Sagar waren am Donnerstag zum Planschen in die Erlebniswelt eingeladen. Die Drei- bis Sechsjährigen wurden von Erziehern und Eltern begleitet. Die jüngere Gruppe wird zu einem späteren Zeitpunkt in den gleichen Genuß kommen. Die Ausflüge sind ein Geschenk zum 65-jährigen Bestehen des Kindergartens Anfang Mai 2013 von der Gemeinde und der Erlebniswelt Krauschwitz. Foto: Joachim Rehle
Badespaß in Krauschwitz: 16 Kinder aus dem Kindergarten "Spatzennest" Sagar waren am Donnerstag zum Planschen in die Erlebniswelt eingeladen. Die Drei- bis Sechsjährigen wurden von Erziehern und Eltern begleitet. Die jüngere Gruppe wird zu einem späteren Zeitpunkt in den gleichen Genuß kommen. Die Ausflüge sind ein Geschenk zum 65-jährigen Bestehen des Kindergartens Anfang Mai 2013 von der Gemeinde und der Erlebniswelt Krauschwitz. Foto: Joachim Rehle FOTO: Rehle (LR-COS-REM-116)
Görlitz/Krauschwitz. Die Abgeordneten folgen dem Antrag der Gemeinde Krauschwitz nur zum Teil. Diese argumentiert unter anderem mit der geplanten Gletscherwelt.

(ume1) Der Landkreis Görlitz unterstützt die Erlebniswelt Krauschwitz GmbH in den kommenden vier Jahren (beginnend 2018) mit jeweils 50 000 Euro. Das hat der Kreistag am Mittwoch mit 17 Enthaltungen beschlossen. Bereits von 2013 bis 2017 hatte der Kreis jährlich dieselbe Summe zur Verfügung gestellt, von 2010 bis 2012 gab es jährlich sogar 100 000 Euro vom Landkreis für das Ganzjahresbad.

Mit dem jetzt beschlossenen Zuschuss folgte der Kreistag dem Antrag der Gemeinde Krauschwitz nur teilweise. Bürgermeister Rüdiger Mönch hatte bereits im September 2016 darum gebeten, die Erlebniswelt GmbH von 2018 bis 2024 mit jährlich 75 000 Euro zu unterstützen - der Hälfte des Betrages, der dem Ganzjahresbad Trixi-Park im Süden des Landkreises zur Verfügung gestellt wird.

Mönch verweist dabei unter anderem auf das Vorhaben einer "Freizeit- und Abenteuer-Gletscherwelt", die auf dem ehemaligen Stadiongelände in unmittelbarer Nähe des Bades entstehen soll. Dieses beinhaltet unter anderem einen 16 Meter hohen Kletterfelsen, eine Kinder-Kletterlandschaft und eine Felsengrotte. Die Investitionssumme liegt demnach bei etwa 400 000 Euro. Gleichzeitig stellt der Krauschwitzer Bürgermeister dem Landkreis eine Beteiligung an der Erlebniswelt-GmbH über dessen Beteiligungsgesellschaft anheim.

"Die Wichtigkeit, die wir als Landkreis der Erlebniswelt Krauschwitz beimessen, zeigt sich schon in der Tatsache, dass wir die Gesellschaft ohne jede Verpflichtung unterstützen", erklärt der für Finanzen zuständige Beigeordnete des Landrates, Thomas Gampe (parteilos). Allerdings seien auch die finanziellen Möglichkeiten des Landkreises und die Tatsache, dass dieser sich in der Haushaltskonsolidierung befindet, zu berücksichtigen: "Bereits mit der derzeitigen Verfahrensweise bewegen wir uns in einer Grauzone." Frank von Woedtke (Bündnis 90/Die Grünen) beantragte, die Beschlussvorlage zurück in die Ausschüsse zu verweisen, unter der Maßgabe, sich mit "möglichen strukturellen Änderungen" zu beschäftigen. Denn, so von Woedtke, werde die Leistungsfähigkeit der Gemeinde Krauschwitz auch bei einem Zuschuss von 50 000 Euro auf das Äußerste strapaziert: "So kann die Leistungsfähigkeit nicht nachhaltig gesichert werden."

Eine Verweisung in die Ausschüsse sei nicht zweckmäßig und würde nur Verunsicherung bringen, entgegnete Landrat Lange. Gedanken über zukunftsfähige Lösungen seien auch möglich, wenn der Beschluss gefasst ist. Der Antrag des Grünen-Abgeordneten wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.