„Das Herz der Feuerwehr schlägt heute in Rothenburg“ , begrüßte Hans Richter, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, die Kameraden aus dem gesamten Niederschlesischen Oberlausitzkreis. In Rothenburg hatten sich am Samstag die Sportlichsten aus den Reihen der freiwilligen Feuerwehren zum Wettkampf um den Kreispokal eingefunden. Insgesamt fünf Frauen- und 19 Männermannschaften sowie ein Team aus dem polnischen Lipna, der Lodenauer Partnerfeuerwehr.
Die Rothenburger hatten sich als sehr gute Gastgeber erwiesen, lobte Richter. Der Sportplatz an der Schwimmhalle bot beste Voraussetzungen für die Wettkämpfe. „Ich wünsche Ihnen einen fairen Wettstreit, und der Beste soll gewinnen“ , hatte sich zu Beginn des Feuerwehrtages Sachsens Innenminister Dr. Albrecht Buttolo an die Kameraden gewandt. Er sei gerne nach Rothenburg gekommen, sei es doch eine gute Gelegenheit den Kameraden für ihre Arbeit im Ehrenamt zu danken. „Sie setzen nicht nur ihr Leben, ihre Kraft und ihre Gesundheit ein, um anderen in der Not zu helfen, sondern sind gerade im ländlichen Raum Kern des gesellschaftlichen Lebens.“ Buttolo freute sich, wie er sagte, in so viele junge Gesichter schauen zu können. Er rief dazu auf, in den Anstrengungen nicht nachzulassen, damit möglichst viele Mädchen und Jungen den Weg zur Feuerwehr finden. Landrat Bernd Lange, für den der Kreisfeuerwehrtag als Rothenburger ein Heimspiel war, wandte sich den Kameraden ebenso mit einem Dank zu.
Andreas Lysk aus Weißkeißel war an diesem Nachmittag nicht als Bürgermeister gefordert, sondern als Stadionsprecher. Von ihm erfuhren die Besucher, wer gerade bei welchem Wettkampf und mit welchem Ergebnis unterwegs war. Drei verschiedene Disziplinen gehören zum Pokalkampf: 4x100-m-Staffel, 100 m Hindernislauf und Löschangriff. Bei den hochsommerlichen Temperaturen am Samstag ein harter Brocken. Denn die Sonne meinte es verdammt gut. Veständlich, dass zwischen den einzelnen Disziplinen Erholung groß geschrieben wurde. Rund um die Wettkampfbahn hatten die Kameraden ihre überdachten „Camps“ eingerichtet. So war die Hitze einigermaßen zu ertragen.
Die Mulkwitzer Männer konnten sich in der Staffel als Sieger eintragen und freuten sich. „Wir sind sehr zufrieden“ , meinte Wehrleiter Uwe Kittan. Die Trebendorfer, die als Favoriten galten, hatten sie doch vor drei Jahren in dieser Disziplin gesiegt, wurden diesmal disqualifiziert. Sie hatten sich regelwidrig verhalten. Auch beim Hindernislauf war den Jungs das Glück nicht hold, denn Christian Struck stürzte vom Hindernisbalken herunter.
In der Mannschaftswertung der Frauen siegte Trebendorf vor Friedersdorf und Quolsdorf, den Titelverteidigerinnen. Neuer Kreismeister bei den Männern wurden die Quolsdorfer, die vor drei Jahren nicht unter den ersten drei Mannschaften zu finden waren. Den zweiten Platz erkämpften sich die Mulkwitzer vor der Mannschaft aus Trebendorf. Spannend ging es auch beim Tauziehen zu. Auch hier zeigten die Trebendorferinnen, dass sie mächtig was drauf haben, und siegten. Bei den Männern waren es die Weißkeißeler, die die meiste Kraft an den Tag legten. Herzlichen Glückwunsch.

Zum Thema Kreisfeuerwehrtage im NOL
  Der Kreisfeuerwehrtag wird im Niederschlesischen Oberlausitzkreis im Dreijahres-Rhythmus veranstaltet. Im Jahr 2001 war Reichenbach und 2004 Spree Austragungsort. Ausrichter 2007 war die Rothenburger Feuerwehr , die gleichzeitig ihr 125-jähriges Bestehen feierte.