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| 01:39 Uhr

Kreiskrankenhaus Weißwasser nimmt Medizinisches Behandlungszentrum in Betrieb

Weißwasser. Schwester Jutta Schadow strahlt übers ganze Gesicht, als sie die Räume des neuen Medizinischen Behandlungszentrums (MBZ) zeigt: „Es ist einfach toll und ein super angenehmes Arbeiten.“ In die Sanierung des Flachbaus hat das Krankenhaus Weißwasser eine knappe halbe Million Euro investiert. Der überwiegende Teil dieser Summe sind Fördermittel. Gabi Nitsche

So wie früher ist das Gebäude nun auch wieder eine chirurgische Ambulanz und erstrahlt in neuem Glanz. Nichts erinnert mehr an die tristen Räume von einst. Alles ist hell und freundlich, vor allem auch behindertengerecht, und praktisch eingerichtet. „Die Patienten staunen, wie schön alles geworden ist“, berichtet Schwester Jutta.

Seit einer Woche ist das MBZ mit drei Arztzimmern und einem Behandlungsraum geöffnet. Seither finden die chirurgischen Sprechstunden, zum Beispiel von Dr. med. Karsten Brußig, Chefarzt für Visceralchirurgie (Weichteilchirurgie), und Dr. med. Chris Heyter, Chefarzt für Unfallchirurgie, nun hier statt. „Nicht mehr in den beengten Verhältnissen im Haupthaus“, freut sich die Schwester. Auch die so genannte D-Arzt-Sprechstunde (Arbeitsunfälle) ist hierher verlagert worden. „Zu uns kommen Patienten mit Überweisungen von Haus- und Fachärzten oder für die Voruntersuchungen für Operationen.“

Die Schwester muss ihre Erläuterungen kurz unterbrechen, denn das Telefon klingelt. „Wann wollen Sie denn die Operation?“, fragt sie den Patienten, blickt ins Bestellbuch und sagt ihm ein Datum für die ärztliche Voruntersuchung, Blutabnehmen und das Gespräch mit dem Narkosearzt. „Damit die Wartezeiten nicht mehr so lange sind, wird nun auf Vorbestellung gearbeitet“, fügt Jutta Schadow erklärend hinzu.

Die Räume, die mit der Inbetriebnahme des MBZ nun im Haupthaus frei wurden, werden dringend gebraucht. „Zum Beispiel für die zweite Radiologin, die wir jetzt haben“, so Geschäftsführerin Silvia Burghardt, die von einem „Umzugsring“ spricht, der eingesetzt habe. Das MBZ soll nicht das letzte Bauvorhaben sein. „Wir werden wohl immer bauen, und wenn wir alles fertig haben, geht's wohl wieder von vorne los“, so Burghardt schmunzelnd. Eigentlich sollte in diesem Jahr noch die Überdachung am Haupteingang des Krankenhauses erneuert werden. „Es soll aus Glas sein und nicht mehr so niedrig wie das jetzige Dach. Aber eine Winterbaustelle können wir uns nicht leisten. Deswegen sieht alles so aus, dass wir die Maßnahme erst nächstes Jahr in Angriff nehmen“, so die Chefin. Im Jahr 2010 sollen auch das Verwaltungsgebäude und die „Station 13“ in Angriff genommen werden. „Das sind die einzigen alten Gebäude, die wir noch haben.“

Unter der Rufnummer 03576/267690 könnenPatienten Termine mit Schwester Jutta Schadow oder Ute Neubert vereinbaren für die Einweisungs- und Chefarztsprechstunden.