Etwa 90 Prozent der Mitarbeiter der Agentur für Arbeit Bautzen, die bislang im gemeinsamen Jobcenter in Görlitz, Weißwasser und Niesky tätig waren, wechseln zum 1. Januar als Beschäftigte zum Landkreis Görlitz. Die anderen Beschäftigten bleiben Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit. Das teilten Arbeitsagentur und Kreis am Mittwoch in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Anlässlich der letzten Trägerversammlung des Jobcenters Landkreis Görlitz Nord am Mittwoch erklärten sich Vertreter von Landkreis und Agentur für Arbeit zufrieden über den Vorbereitungsstand.

Kreistag künftig Entscheider

Die Trägerversammlung des Jobcenters Landkreis Görlitz Nord hatte bislang Entscheidungen über die arbeitsmarktpolitische Ausrichtung sowie die organisatorischen und personalwirtschaftlichen Angelegenheiten getroffen. In Zukunft obliegt die Betreuung und Vermittlung der Hilfebedürftigen allein dem Landkreis Görlitz, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Shirin Khabiri-Bohr äußerte sich abschließend zufrieden über die Ergebnisse, die seit 2005 im Jobcenter erreicht wurden. Die Mitarbeiter des Landkreises und der Agentur für Arbeit Bautzen hätten durch ihre engagierte Arbeit dazu beigetragen, „das Bestmögliche für die von Grundsicherung betroffenen Menschen im Landkreis Görlitz zu erreichen“, so die Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Bautzen

Landrat: Reibungsloser Übergang

Landrat Bernd Lange (CDU), der auch Vorsitzender der Trägerversammlung ist, zeigte sich zuversichtlich, dass „alle Mitarbeiter auch in der neuen Organisationsform weiterhin engagiert und verlässlich für die Betroffenen da sein werden“. Mit dem derzeitigen Stand des Überführungsprozesses sei der Grundstein für einen reibungslosen Aufgabenübergang gelegt, so der Landrat. „Vonseiten der Agentur für Arbeit Bautzen wurde uns als Landkreis dabei große Unterstützung und Spielraum gegeben.“

Der Kreistag hatte im Juni 2011 entschieden, das Optionsmodell, das bereits im Süden des Kreises angewendet wird, ab 2012 auf den gesamten Kreis auszuweiten und künftig alle Aufgaben des Sozialgesetzbuches I, unter das die Hartz IV-Empfänger fallen, wahrzunehmen.