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| 01:38 Uhr

Krauschwitzer Neißeland-Verein baut Erlebnishütte am Neiße-Radweg

Sagar/Skerbersdorf. Ohne Fleiß keinen Preis. Ohne schweißtreibenden Arbeitseinsatz keine Walderlebs-Schutzhütte am Neiße-Radweg im Bienengarten zwischen Sagar und Skerbersdorf. Doch genau dieses Projekt hat sich der Förderverein Krauschwitzer Neißeland auf seine Fahnen geschrieben. ni

Ehrentraud und Siegfried Wolf, Ralph Hebig - er ist noch gar kein offizielles Mitglied des Vereins - Stefan Hofmann und Rüdiger Mönch, der Krauschwitzer Bürgermeister, klotzen deshalb an diesem Sonnabendvormittag mal wieder mächtig ran.

"Wir heben die Grube für das Fundament für die Hütte aus." Die Erde wird Schaufel um Schaufel in Schubkarren befördert, an anderer Stelle wieder abgekippt.

Dafür, dass die Arbeit recht anstrengend ist, geht sie ihnen jedoch flott von der Hand. "Im Sommer soll die Hütte fertig sein, so Mönch. Es wird ein massiver, aber offener Bau, der Wanderern und Radlern Schutz bieten soll. "Förster Matthias Kruner kann sie dann im August beim jährlichen Walderlebnisfest hier im Bienengarten auch nutzen", so Mönch.

Gebaut wird genau dort, wo einst die Schanzenbaude stand. Die Ausflügler und Erholungssuchenden können von hier einen herrlichen Ausblick auf die weiten Neißewiesen genießen. Rüdiger Mönch und seine Mitstreiter verbindet die Liebe zu ihrer Heimat. Deshalb seien so manche Stunden, die sie sich für die Vereinsvorhaben ans Bein binden, weniger Last, sondern mehr Lust. "Wir fühlen uns für das Neißeland in Krauschwitz mitverantwortlich", so Siegfried Wolf. "Unser Leitmotiv ist Heimatpflege im weitesten Sinn."

Und mit dem Bienengarten hatte jeder von ihnen in der Kinder- und Jugendzeit zu tun, nicht nur Mönch, der sich einst dem Skisport verschrieben hatte und hier einst von der Bienengarten-Schanze sprang. Auch "Sigi" Wolf. "Wer nicht springen wollte, musste Langlauf machen. Die Huckel von der Strecke sieht man heute noch", zeigt er nach rechts.

21 Mitglieder zählt ihr Verein, dessen Vorsitzende Wenke Helbig ist, die Chefin von der Kasemannel Alm im Ortsteil Werdeck. Gemeinsam wollen sie dazu beitragen, dass sich die Touristen im Neißeland wohl fühlen. "Wenn sie mit dem Rad auf dem herrlichen Oder-Neiße-Radweg unterwegs sind, und der führt ja immerhin 32 Kilometer durch Krauschwitzer Gebiet, ist es doch wichtig, sie über die Gegebenheiten hier bei uns in den Dörfern zu informieren. Unsere Informationstafeln übernehmen diese Aufgabe. Die ersten stehen ja schon und helfen natürlich auch den über 30 Leuten in der Gemeinderegion, die im Haupt- oder Nebengebäude vom Tourismus leben müssen und von denen jetzt viele ums Überleben kämpfen", erklären Stefan Hofmann aus Klein Priebus und Ralph Hebig aus Krauschwitz. "Denn seit dem Hochwasser gab's drei Monate keine Einnahmen, dann folgte der Winter. Nun setzen wir alle natürlich auf die neue Saison", fügt Hofmann hinzu.

Die Walderlebnis-Schutzhütte wird über die Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) mit 20 000 Euro gefördert. Das sind 75 Prozent der Gesamtkosten. Der Förderverein hat mit der Gemeinde Krauschwitz einen langjährigen Erbbaupachtvertrag über das Schanzenareal im Bienengarten abgeschlossen.