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Krauschwitzer nehmen Sportanlagen in Besitz

Krauschwitz. Nach der knapp 1,5 Millionen teuren Sporthalle 2013 sind nun auch die Außensportanlagen fertiggestellt. Am gestrigen Mittwoch weihten ihn die Krauschwitzer Oberschüler mit Bürgermeister und Gemeinderäten zünftig ein. Gabi Nitsche

"Tooor!" erschallt der Jubel vom Soccer-Platz, wo Fünftklässler gerade ein kleines Turnier austragen. Ja, das Fußball-WM-Fieber grassiert auch an der Oberschule Krauschwitz. Die laut Volksmund schönste Nebensache der Welt bildete eine Station innerhalb der Aktion "Kinder stark machen mit dem DFB-Fußballabzeichen".

Besser als mit Sport lässt sich wohl eine neue Anlage wie diese nicht einweihen. Und so testeten die Mädchen und Jungen aus der Klasse 5a die neue 200-Meter-Tartanbahn bei einem Staffellauf auf Herz und Nieren. "Das läuft sich super, so weich und schön", schätzt Ben ein. Er hat als Schlussläufer dem Team "Blau" zum Sieg verholfen. "Vor allem am Start merkt man den Unterschied. Und wenn man hinkracht, tut das nicht so weh wie auf einer Bitumbahn", ist der Fünftklässler überzeugt. Sportlehrerin Sabine Liebsch gibt den Kindern recht. "Die Bahn ist super. Es läuft sich viel besser."

Insgesamt umfassen die Außensportanlagen eine Fläche von knapp 3000 Quadratmetern. Neben der 200-Meter-Bahn gehören ein Handball- und Volleyballfeld genauso dazu wie die eingezeichnete 100-Meter-Bahn sowie eine Kugelstoß- und eine Weitsprunggrube.

Mittendrin liegt der Mini-Soccer-Platz. Den bekam die Oberschule vor sechs Jahren. Krauschwitz schätzte sich damals glücklich, dass einer von 1000 Bolzplätzen bundesweit hier gebaut wurde. Die Aktion startete der Deutsche Fußballbund nach der WM 2006 und übernahm von den 35 000 Euro Kosten 23 000 Euro. Gemeinde und Sponsoren brachten die Differenz auf.

Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) erinnerte bei der gestrigen Einweihung, dass Kommune und Schulleitung seit Jahren gemeinsam bemüht seien, die Schule voranzubringen. Die neue Sporthalle, die im März 2013 fertig gebaut wurde, ist ein Beweis dessen. Über fünf Jahre war Krauschwitz dafür Fördermitteln hinterhergerannt, bis sich endlich 2011 über die Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) in der östlichen Oberlausitz eine Chance bot. Die ließ man sich nicht entgehen. Über eine Million Euro schusterte das Land aus diesem Topf für den Bau der Einfeld-Sporthalle in Passivbauweise zu einschließlich Außensportanlagen. Als dafür ein Nachschlag gebraucht wurde, erhielt Krauschwitz auch diesen. Bürgermeister Mönch dankte dafür, ebenso dem Gemeinderat, der den Weg für das Vorhaben freimachte, und Jürgen Dürr, Baufachmann in der Gemeindeverwaltung, sowie Hagen Neumann vom Planungsbüro Ussath.

Freude und Stolz empfinden die Schüler und Lehrer, wenn sie die schöne neue Anlage betrachten. Das betonte Frank Seidel, der stellvertretende Schulleiter. "Klein, aber fein und eine super Sache für Schüler und uns Kollegen."Seidel lobte ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit den einheimischen Firmen. "Ich hoffe, wir sehen uns auch beim letzten Bauabschnitt wieder", hielt Seidel den Finger in eine offene Wunde - die ausstehende Sanierung des Hauptgebäudes. Vor neun Jahren wurde mit der Sanierung der Oberschule begonnen. Ein Anbau entstand. Der Zahn der Zeit nagte am Altbestand weiter. Dann wurde die Sporthalle erneuert. Was fehlt, seien Haupthaus und Mittelgang. "Wenn wir das noch schaffen würden, wären wir super zufrieden", wandte sich Frank Seidel an Bürgermeister und Räte. Das wäre der letzte Bauabschnitt und das letzte Stück im Puzzle.