| 02:36 Uhr

Krauschwitzer Kletterfelsen ähnelt Geopark

Von oben soll der Kletterfelsen wie der Muskauer Faltenbogen aussehen. Im Herbst wird gebaut.
Von oben soll der Kletterfelsen wie der Muskauer Faltenbogen aussehen. Im Herbst wird gebaut. FOTO: GV
Krauschwitz. Mit dem Kletterfelsen, der im September und Oktober gebaut werden soll, wird der erste Baustein für die neue Freizeit-Gletscher & Abenteuerwelt in Krauschwitz sichtbar. Da sich Krauschwitz inmitten des Unesco Global Geoparkes "Muskauer Faltenbogen" befindet, soll die Draufsicht auf die nachempfundene Gletscherformation die Form des Faltenbogens wiedergeben. Gabi Nitsche

Den Auftrag dazu hat der Gemeinderat am Dienstagabend an die Cottbuser Firma Built a Rock GmbH vergeben. Laut Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) bringen die Cottbuser umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet mit. Vier Firmen hatten sich die Ausschreibungsunterlagen angefordert, aber nur diese unterbreitete ein Angebot.

Der Krauschwitzer Gletscher soll 400 Quadratmeter Kletterfläche haben und maximal 16 Meter hoch sein an dessen Gipfel. Auf diesem ist ein Podest vorgesehen von zwei mal zwei Metern Größe. Auf mindestens 15 verschiedenen Kletterrouten kann dieser erklommen werden. Ausgestattet wird der kleine Faltenbogen mit Klettergriffen in den Schwierigkeiten zwei bis sieben.

Die detaillierte Gestaltung des Sport-Kletterfelsens wird von der Zittauer Sektion des Deutschen Alpenvereins und einer Gruppe von Kletterbegeisterten aus der Region begleitet, so Mönch, der dazugehört genauso wie Jörg Funda. Letzterer leitet die Erlebniswelt Krauschwitz, das Bade- und Saunaparadies unmittelbar neben dem früheren Helmut-Just-Stadion, in dem die Freizeit-Gletscher & Abenteuerwelt entsteht und das damit eine komplett neue Nutzung erfährt.

Gemeinderätin Heike Krahl (Die Linke) hat sich wiederholt lobend über das Vorhaben ausgesprochen und stellte den Bezug zum Eiszeitdorf Krauschwitz her, einem bereits existierenden touristischen Baustein im Georpark.

In dieses erste Vorhaben fließen 260 000 Euro brutto Fördergelder aus dem deutsch-polnischen Interreg-Projekt "Abenteuer Neiße - Etappe 4". Boulder-Felsen, Grotten beziehungsweise nachempfundener Stollengang zum Entdecken, riesige Trampoline, Slackline zum Hangeln, Kleinkinderspielplatz, Kegelbahn und Schachspiel für Senioren, Grill- und Rastplatz sowie Kleinspielfeld zum Bolzen gehören ebenfalls zu dem Gesamtprojekt. Dafür kann Krauschwitz 537 000 Euro Fördergeld nutzen.

Um Bedenken bei der künftigen Betreibung auszuräumen, folgte der Gemeinderat dem Vorschlag von Dieter Heyne (CDU) und deckelte die jährliche Summe aus dem Gemeindehaushalt dafür mit 5000 Euro. Für die einzelnen Erlebnisbereiche sollen Gruppen und Vereine begeistert werden, die diese jetzt mitgestalten und sich in die Betreuung einbringen. Da auch Nichtgeübte die Möglichkeit bekommen sollen, sich am Kletterfelsen zu probieren, zum Beispiel bei Kletter-Lehrgängen, muss eine entsprechende Betreuung abgesichert sein. Bürgermeister Rüdiger Mönch strebt an, einen Verein zu gründen. Wer sich dafür interessiert, den lädt er herzlich ein, sich einzubringen. Der Kontakt ist per E-Mail an info@freizeitwelt-krauschwitz.de möglich.