ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:02 Uhr

Wölfe in Sachsen
Kranker Wolf ist zum Abschuss freigegeben

Krauschwitz. Er hat zwei Hunde gerissen und streift am helllichten Tage an den Grundstücken vorbei. Der an Räude erkrankte Wolf soll erschossen werden.

(rw) Der kranke Wolf, der seit gut zwei Wochen in Krauschwitz und Weißkeißel für Schaden, Auffsehen und Unruhe sorgt, soll verschwinden. Er wird zum Abschuss freigegeben, erklärt Frank Meyer, Pressesprecher des Umweltministeriums in Dresden, am Freitag auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

„Die Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines auffällig gewordenen Wolfes aus der Natur hat der Landkreis Görlitz im Rahmen seiner Zuständigkeit erteilt“, heißt es dazu weiter. Die Behörde habe die Ausnahmegenehmigung geprüft und dem Landratsamt mitgeteilt, dass das vorgesehene Vorgehen in dem Fall mitgetragen werde. Konkreter wird man nicht – auch aus der Erfahrung von vorausgegangenen Fällen.

Es ist das zweite Mal, dass im Landkreis Görlitz ein Wolf aus der Natur entnommen werden soll. Der erste Fall machte Ende 2016, Anfang 2017 als Wolf Pumpak Schlagzeilen. Das Tier, das als Welpe von Menschen angefüttert worden war, tauchte mehrmals in der Nähe von Wohnhäusern in der Gemeinde Rietschen auf. Vier Wochen war damals Zeit, um den Wolf abzuschießen.

Doch das Tier, welches aus dem polnischen Ruszow-Rudel stammte, verschwand. Auch Monate danach fehlte von ihm jede Spur, wie Ministerium und Kreis damals der RUNDSCHAU bestätigten. Pumpak war zuletzt im Januar 2017 im Rietschener Ortsteil Teicha in eine Fotofalle gelaufen.

(rw)