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Krankenhaus strukturiert um

Im Krankenhaus Weißwasser ziehen in den nächsten Monaten einige Bereiche um.
Im Krankenhaus Weißwasser ziehen in den nächsten Monaten einige Bereiche um. FOTO: ni
Weißwasser. Das große Umräumen steht im Krankenhaus Weißwasser bevor. Die vor zwei Jahren vorgenommene Kombination von Chirurgie und Gynäkologie auf einer Ebene habe sich nicht bewährt. Bis zum 1. Juli soll die Umstrukturierung abgeschlossen sein, kündigt Verwaltungsleiterin Kristin Bartke an. Gabi Nitsche

Die Zusammenlegung der chirurgischen Stationen mit der gynäkologischen in der Weißwasseraner Klinik vor gut zwei Jahren sollte mehr Effizienz in der Pflege bringen. Monatelang rauchten damals intern und extern die Köpfe, um ein praktikables Konzept auf die Beine zu stellen. Nicht jeder Mitarbeiter hieß die neue XXL-Station gut. Doch das Pflegepersonal biss die Zähne zusammen und bemühte sich, die Sache zu packen.

Inzwischen steht fest: "Es passt einfach nicht zusammen - Chirurgie und Frauenheilkunde", so die Verwaltungschefin Kristin Bartke ehrlich. Die Kombination wird daher aufgelöst. Deshalb soll die gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung jetzt von der Ebene 3 auf die Ebene 5 ziehen gleich neben die Kinder- und Jugendabteilung. "Es wird dann separate Bereiche für Wöchnerinnen und deren Babys geben. Von der Zusammenführung der Bereiche versprechen wir uns eine noch bessere Versorgung für die Neugeborenen", sagt Kristin Bartke.

Die beiden chirurgischen Stationen bleiben auf der dritten Ebene. Zu diesen gesellt sich die bisherige Station 5.

Das sei aber nicht alles, was sich in den kommenden Wochen verändert. Denn zum 1. Juli zieht die bis dato in Weißwasser niedergelassene Frauenärztin Angelika Göldner ins Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Krankenhauses ein. Die Kinderarzt-Praxis zieht dort aus und erhält ein neues Domizil im Haupthaus (linker Anbau) mit separatem Eingang. Im Zuge dieser Umstrukturierungen führt das Krankenhaus ein neues Patientenleitsystem ein mit farbig codierten Wegen. Damit werden Hinweise von Mitarbeitern aufgegriffen, die von Patienten immer wieder hörten, sie würden sich nicht gut im Haus orientieren können.

Stichwort Mitarbeiter. "Mit ihnen wurde und wird darüber gesprochen, wo diese noch Schwachstellen sehen, die wir im Zuge der Umstrukturierung anpacken sollen, um Arbeitsbedingungen zu verbessern. Ein größeres Behandlungszimmer für die Station 5 ist so ein Beispiel."

Verwaltungschefin Kristin Bartke hebt das gute Miteinander im Haus hervor, das sich in den zwei Jahren, seit sie ihren Job in Weißwasser antrat, entwickelt habe.

Zum Thema:
Das Krankenhaus Weißwasser ist seit Januar 2013 eine Tochtergesellschaft der Managementgesellschaft Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz mbH (MGGZ). Auch das Klinikum Lausitzer Bergland Zittau/Löbau gehört dazu. Das Gros der Mitarbeiter aus der Verwaltung in Weißwasser ist inzwischen bei der MGGZ angestellt. Diese wird zentral verantwortet und hat ein einheitliches Rechnungswesen.