Eigentlich sollte Schleife am 26. November in einer Sondersitzung über den Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept abstimmen. Doch der Beschluss wird verschoben, vielmehr soll noch mal hinter geschlossenen Türen Tacheles geredet werden. Auf Nachfrage erklärt Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos), dass zwei „Klausuren ohne greifbare Ergebnisse“ vonstatten gegangen sind.

Landkreis gewährt Aufschub

Auch deshalb hat die Verwaltung beim Landkreis eine Fristverlängerung beantragt. Eigentlich sollten die entsprechenden Beschlüsse bis Ende November gefasst werden. Das ist nicht mehr zu halten. Nun hat man bis Ende Januar 2020 einen Aufschub bekommen.

Kämmerin Carmen Petrick kann derzeit noch nicht genau sagen, wohin die Reise gehen wird. Welche Investitionen sollen wenn und wie umgesetzt werden? Wann kommen die ersten und projektgebundenen Mittel vom Freistaat nach dem Kabinettsbeschluss im August? Was kostet Abwasser nun genau, wann genau beginnt das Breitbandausbau und, und, und? Dem gegenüber soll zusammengestellt werden, wo genau Sparpotenzial vorhanden ist.

Viele offene Fragen

Bork unterstreicht: Er muss bei allem die Haushaltslage im Blick haben. Die ist aus seiner Sicht schwierig. Da nimmt er den alten Bauhof nicht aus. Sein Schicksal und das seiner Nutzer hängt weiter in der Schwebe und soll nun im nächsten Verwaltungsausschuss diskutiert werden. Anstoß dafür ist der Beschluss des Ortschaftsrates Schleife, Geld aus der Pauschale des Freistaates für die Sanierung der Heizungsanlage und den Eingangsbereich zu verwenden. „Da sind noch einige Fragen zu klären“, findet Bork. Nach dem Ausschuss wird sich dann wohl der Gemeinderat am 3. Dezember damit befassen.

Bauhof ist Domizil von Vereinen

Bork macht gegenüber der RUNDSCHAU aus seiner Meinung keinen Hehl. Ihm fehlt grundsätzlich ein Konzept, wie mit den kommunalen Objekten der Gemeinde zukünftig umgegangen werden soll. Ein weiter so, gehe aus seiner Sicht nicht. Außerdem hält er noch immer die Option für möglich, dass die Vereine, die derzeit im alten Bauhof ihre Heimstatt haben, das Objekt übernehmen und dann mittels Stiftungsmitteln eine Unterstützung möglich sein könnte.