Die fortschreitende Digitalisierung geht auch an den Kommunen rings um Weißwasser und der Stadt selbst nicht vorbei. Dass dabei die Verwaltungen viel Geld für Updates und Lizenzen zahlen, scheint eigentlich „normal“. Allerdings wäre doch ein innovativer Ansatz, vermehrt auf kostenfreie Programme und zu setzen, die ihren Quellcode nicht geheimhalten. Allein bei den Schreib-, E-mail- und Internetprogrammen ließe sich bares Geld sparen – lohnend. Allerdings schwingt wohl die Furcht mit, weil es niemand sonst macht, wäre es zu kompliziert, zu riskant und zu aufwendig. Auf der anderen Seite steht eine Abhängigkeit gegenüber den Herstellern. Ihnen überlässt man quasi die Entwicklung, vertraut darauf, dass alles seinen Gang geht. Deshalb ist es wohl bemerkenswert, dass im Kieler Landtag in Schleswig Holstein 2018 ein Antrag gestellt wurde, die Abhängigkeit durch Einführung von Open-Source-Software zu verringern. In anderen Bundesländern weiß man wohl, dass innovative Lösungen gefragt sind.

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