Es ist schon erstaunlich, wenn der langjährige Gemeinderat Mario Brendel (CDU) in Krauschwitz zu dem Ergebnis kommt, dass manche Beschlüsse er „heute so nicht mehr treffen würde“. Den Ausweg aus der finanziellen Misere, die „Ehe“ mit Bad Muskau, haben die Bürger abgelehnt. Folgerichtig sind nun die Räte angehalten, die Gemeinde finanziell zu sanieren. Das wiederum wird unvermeidliche Diskussionen und Einschnitte nach sich ziehen. Schon Ende Oktober soll die Anhebung der Kita-Gebühren beschlossen werden. Offen wird inzwischen über die Stilllegung von Friedhöfen und die Zusammenlegung von Feuerwehren nachgedacht. Hinzu kommt, dass die Oberschule dringend einer Sanierung bedarf, die Erlebniswelt einen Investitionsbedarf vor sich herschiebt.

Da mag es fast aberwitzig klingen, dass Krauschwitz 2019 an den Kreis 1,2 Millionen Euro Umlage überweist, um bei dessen Haushaltsausgleich mitzuhelfen. Und der Freistaat legt bei all dem die Hände in den Schoß, während eine Gemeinde ihre Pflichtaufgaben nicht mehr erfüllen kann. Bravo! christian.koehler@lr-online.de