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Kollegenlob für den Muskauer Park

Bad Muskau. Samuel Wittwer war schon öfter in Bad Muskau. Doch den Bergpark erlebt der Direktor der Abteilung Schlösser und Sammlungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am Samstag das erste Mal. Regina Weiß

"Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Schließlich bin ich Schweizer", lacht er. Begeistert ist er nicht nur von der hügeligen Anlage, sondern darüber, was sich dort und im angrenzenden Hermannsbad tut. Und mit dieser Begeisterung ist er nicht alleine.

Wittwer gehört zu den 120 Teilnehmern der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Schlösserverwaltungen, die drei Tage lang in Bad Muskau stattgefunden hat und bei der wieder in Erfahrungsaustausch getreten wurde. Neben den Fachgruppentagungen findet einmal im Jahr eine große Runde statt. In diesem Jahr war Bad Muskau Gastgeber. "Wir freuen uns", so Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau.

"Wenn man an das Ende der Republik fährt, dann ist man schon gespannt, was einen hier erwartet", so Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Er lobte nicht nur die Freundlich- und Herzlichkeit, die in den Hotels und Gaststätten der Stadt an den Tag gelegt wurde, sondern auch die Arbeit des Stiftungsteams, das ein hervorragender Gastgeber war. Da es diesmal auch um die internationale Zusammenarbeit ging, sei die Arbeit hier an der deutsch-polnischen Grenze exemplarisch dafür, so Schreiber. Deutschland und Polen haben mit der Revitalisierung des Parkes eine "herkulische Leistung" gezeigt, die den Wiederaufbau des Schlosses noch in den Schatten stelle. Entstanden ist ein "herausragendes Gartendenkmal auf beiden Seiten", so Schreiber weiter. Dass zu hören, freute nicht nur Cord Panning, sondern auch Mariusz Czuba, Vizedirektor des Nationalen Instituts für das kulturelle Erbe der Republik Polen. Er hatte übrigens mit rund 800 Kilometern die weiteste Anreise zur Tagung.

"Unglaublich, was sich hier alles getan hat. Es ist beeindruckend", so die Einschätzung von Brigitte Mang, Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, nach dem dreitägigen Netzwerketreffen an der Neiße.

Zwischen den einzelnen Tagesordnungspunkten blieb übrigens genug Zeit, um das eine oder andere abzusprechen. So vereinbarten Samuel Wittwer und Cord Panning, bei einem Ausstellungsprojekt im nächsten Jahr zu kooperieren. Die Muskauer Stiftung will das Wirken unter Standesherrn Prinz Friedrich der Niederlande in einer Ausstellung würdigen. Dafür könnte die Stiftung Preußische Schlösser einige Exponate zur Verfügung stellen.