Die Grüne Liga hat ein privates Grundstück im Vorfeld des Tagebaues Nochten bis 2037 zur Nutzung übertragen bekommen. „Die Grundeigentümer aus der Region wollen ihren Wald nicht an die Leag verkaufen und ihn stattdessen für gemeinnützige Zwecke nutzen lassen.

„Wir werden in den nächsten Monaten Kunstaktionen und Bildungsveranstaltungen auf diesem Gelände durchführen“, erklärt René Schuster von der Grünen Liga. Man gehe davon aus, dass der schrittweise Ausstieg aus der Braunkohle eine Verkleinerung des Abbaufeldes und eine dauerhafte Erhaltung dieses Waldes ermöglicht. „Mehr Abstand zwischen der Grube und den Dörfern Rohne und Mulkwitz wird seit Jahren von der örtlichen Bürgerinitiative gefordert – das neu gestartete Planverfahren zum Tagebau Nochten wird darüber entscheiden müssen“, so Schuster weiter

Pachtvertrag für Wald im Tagebauvorfeld gilt bis 2037

Das Waldstück von etwa einem halben Hektar liegt in der Nähe der Ortschaft Rohne. Die Nutzung für Naturschutz, Bildungs- und Kulturveranstaltungen wurde in dem im Dezember 2019 abgeschlossenen Pachtvertrag festgeschrieben, der bis 2037 läuft.

Im Jahr 2017 beschloss der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien, das Verfahren zum Braunkohlenplan Tagebau Nochten neu zu eröffnen, um den Erhalt von Rohne und Mulkwitz auch planerisch festzuschreiben. „Ein solches Verfahren ist jedoch ergebnisoffen zu führen und nicht an das Revierkonzept der Leag gebunden. Das Bündnis ,Strukturwandel jetzt – kein Nochten II’ hatte dementsprechend die Forderung aufgestellt, genug Abstand zu den Dörfern einzuhalten, um deren Lebensqualität zu erhalten“, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Pachtvertrag bleibt derzeit ohne Auswirkungen

Die Lausitzer Rundschau wollte von der Leag wissen, ob dieses verpachtete Waldgrundstück Auswirkungen auf den laufenden Betrieb des Tagebaus Nochten hat. Vorerst nicht, teilt Leag-Pressesprecher Thoralf Schirmer mit. „Wir sind weiterhin bestrebt, mit allen Eigentümern und Nutzern von Flächen im Vorfeld des Tagebaus Nochten eine einvernehmliche Lösung zu finden“, so der Leag-Sprecher weiter.