Mit der Förderbrücke haben Mitarbeiter des Tagebaubetreibers Leag am Freitag begonnen, Abraummassen über dem betroffenen Teil des Kohleflözes abzuschütten. Damit soll die Sauerstoffzufuhr für die immer noch glühenden Bereich abgeschnitten werden. Zusätzlich kommen seit Samstag auch Planierraupen zum Einsatz, um Erde dorthin zu bringen, wo es mit der Förderbrücke nur schwer möglich ist, wie Pressesprecherin Kathi Gerstner der RUNDSCHAU erläutert. Rund 30 Bergarbeiter sind dafür im Einsatz. „Bis Anfang der nächsten Woche wollen wir die schweren Erdbauarbeiten abgeschlossen haben“, informierte der Leiter der Tagebaue Nochten und Reichwalde, Lutz Mickel am Freitag.

Parallel ist die Werksfeuerwehr weiter vor Ort im Einsatz. „Auch die Freiwillige Feuerwehr Weißwasser unterstützt uns weiter“, berichtet Kathi Gerstner. Hartmut Bastisch, Chef der Werkfeuerwehr, hatte bereits am Freitag von einem harten Wochenende gesprochen, das den Einsatzkräften bevorstand.

Der Brand war am Mittwoch ausgebrochen. Aus bislang unbekannten Gründen hatte sich eine zehn mal zehn Meter große Fläche entzündet. Wegen stürmischer Böen hatte sich der Brand auf einer Länge von 2000 Metern ausgeweitet. Laut Leag war auch die Bandanlage für den Kohletransport betroffen. Der Brand galt als gelöscht, war aber am Donnerstag erneut ausgebrochen. Der Wind hatte nach Angaben der Leag Glutnester entfacht.

Am Mittwochnachmittag kam es im Tagebau Reichwalde zu einem Großbrand.

Bildergalerie Am Mittwochnachmittag kam es im Tagebau Reichwalde zu einem Großbrand.

Reichwalde