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| 16:12 Uhr

Aufgeschnappt
Knackige Brasilia und die Contenance des Bürgermeisters

Die Besucher in Boxberg wurden von den Nochtenern in ihrer Tracht begrüßt. Diese verteilten zudem Flyer für das Dudeslsackfestival in Schleife.
Die Besucher in Boxberg wurden von den Nochtenern in ihrer Tracht begrüßt. Diese verteilten zudem Flyer für das Dudeslsackfestival in Schleife.
aufs Bild geschafft hat. Von Regina Weiß

Der Kromlauer Park zieht derzeit an wie ein Magnet. Umweltaussschuss-Vorsitzender Uwe Horbaschk hat deshalb sogar am 1. Mai ein Beweisfoto gemacht. „Der Parkplatz war so voll wie sonst zum Park- und Blütenfest“, erzählt der Gablenzer. Beredtes Beispiel: Am Parkautomaten bildete sich eine Schlange.

Im Rahmen des Aktionstages Saubere Stadt ist auch am Parkplatz an der Brauerei eine neue Sanddecke aufgetragen worden. Wenige Tage später waren dort sehr deutliche Fahrspuren zu sehen. Wie denn das aussehen würde, mokierte sich ein Bad Muskauer Bürger in der jüngsten Ratssitzung. Daraufhin verlor Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) mal kurzzeitig seine Conte­nance. „Nur weil es ein paar Bekloppte gibt, sollen wir nichts mehr verschönern“, warf er in den Raum. Schließlich könne man nicht alles zu betonieren. Ihm pflichtete Stadtrat Thomas Krahl (CDU) bei: „Machen wir nichts, ist es nicht richtig, machen wir was, ist es auch nicht richtig.“

Das habe es  auch noch nicht gegeben, dass es beide Gemeindearbeiter in Weißkeißel gleichzeitig außer Gefecht setzt, musste Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) jüngst eingestehen. Und das auch noch kurz vorm Hexenbrennen. Doch Henri Hänchen habe sich zu helfen gewusst. Sein Handy wurde zur Fernbedienung, konnte Lysk dem Rat berichten. Die Anrufe bei den Firmen mehrten sich. „Es klappt wunderbar“, so der Bürgermeister mit einem Lachen.

Wer sich auf die neue Dauerausstellung zu Pücklers Orientreise im Badepark freut, der kann die Vorfreude so richtig auskosten. 2022 soll diese möglicherweise eröffnen. „Toll, dass ist zu meinem 70. Geburtstag“, freute sich Bad Muskaus Stadtchef Andreas Bänder.

Derweil beim ersten Markttag am Bärwalder See die Großen nur Blicke für Streuselkuchen, geräucherten Fisch und Bier hatten, hatten die jüngsten Besucher einen ganz anderen Favoriten. Bärta war sehr gefragt, wenn es darum ging, die Kinder zu herzen und zu drücken. Natürlich war sie ebenso als Fotomodell gefordert. Auch Nico und Tini Domel, Linda Mächling und Marietta Mattiza aus Nochten waren gefragt. Sie begrüßten die Gäste nach altem Brauch mit Brot und Salz. Dafür hatten sie extra die Nochtener Tracht angezogen.

Klar, dass beim Markttag ein Rundgang von Stand zu Stand nicht fehlen durfte. Dabei fielen den Gästen die knackig frischen, gelb-grünen Paprika-Schoten aus den Boxberger Gewächshäusern auf. Ob die Sorte einen Namen hatte, wollte die Reporterin wissen. SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Jurk fiel spontan einer ein: „Nennen wir sie Brasilia.“

Der Verein Herzenswünsche Oberlausitz aus Weißwasser wird in der nächsten Zeit viel herumkommen. Zumindest sein Logo und die entsprechenden Kontaktdaten. Sie sind neu von der Firma Toplight  auf einem Taxi der Firma Mäder verewigt worden. „Über diese Zusammenarbeit sind wir sehr froh“, so Vorsitzender Silko Hoffmann. Neben dem Herz als Symbol ist ein Erdmännchen zu sehen. „Einen Teddy wollten wir nicht. Und da ist mir eingefallen, wo stehen die Kinder im Tierpark am längsten – bei den Erdmännchen. Die Kinder freuen sich, dass es da noch jemanden gibt, der kleiner ist als sie selbst“, so Hoffmann.

Regelmäßig am 1. Mai jeden Jahres sind europaweit Radioamateure aufgefordert, ihre häuslichen Funkstationen an Standorte von Burgen, Schlössern und Herrenhäusern zu verlegen, um von diesen altehrwürdigen historischen Standorten aus Verbindungen untereinander herzustellen. Funkamateure aus der Umgebung von Weißwasser waren vom Schloss Bad Muskau, dem Schloss in Daubitz und dem Schloss in Weißig aktiv. Vom Schloss in Bad Muskau konnten zum Beispiel 130 Verbindungen mit Stationen aus Deutschland, Kroatien, Italien, Belgien, Slowenien, Österreich, Schweden und dem Nachbarland Polen hergestellt werden, teilt Olaf Klein, Vorsitzender des DARC, Ortsverbandes Weißwasser, mit. Unter Funkamateuren gehört es zum guten Ton, jede Verbindung mit einer speziellen Karte zu bestätigen, der sogenannten QSL-Karte. In diesem Fall natürlich auch mit einem Foto des jeweiligen historischen Gemäuers. Als kleines Dankeschön erhält jeder „Burgenfunker“ vom Veranstalter dieses Events, der COTA-Group, eine Urkunde. Ein Dankeschön geht natürlich auch an alle „Burgherren und Schlossbesitzer“, die diese Aktivität ermöglichen und unterstützen, so der Krauschwitzer weiter.

Kurz vor 19 Uhr am Donnerstagabend stehen noch alle Gemeinderäte und Bürgermeister vor dem Versammlungsraum der Feuerwehr in Halbendorf. Was fehlt, ist der Schlüssel. Ortsvorsteher André Ahr muss zurück, um den Schlüssel zu holen. In der Zeit schlägt Gemeinderat Sebastian Krüger vor, die Anlage auf Touchscreen umzurüsten. Müsste dann sicherlich im nächsten Haushalt eingeplant werden. (rw)

Bürgermeister Achim Junker mit Bärta Arm in Arm.
Bürgermeister Achim Junker mit Bärta Arm in Arm.
Über das Taxi mit dem Herzenswünsche-Logo freuen sich Vereinschef Silko Hoffmann (vorn), René Zach, Geschäftsführer von Taxi Mäder, sowie Knut und Cornelia Olbrich, Inhaber von Toplight.
Über das Taxi mit dem Herzenswünsche-Logo freuen sich Vereinschef Silko Hoffmann (vorn), René Zach, Geschäftsführer von Taxi Mäder, sowie Knut und Cornelia Olbrich, Inhaber von Toplight.
Olaf Klein bei seinem Einsatz im Park von Bad Muskau.
Olaf Klein bei seinem Einsatz im Park von Bad Muskau.