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| 16:39 Uhr

Klitten
Die Klittener Feuerwehrerhält ein neues Fahrzeug

Hier präsentiert Ortswehrleiter Martin Kosubek (M.) das nagelneue HL-Fahrzeug. Es wird künftig in und um Klitten seinen Dienst verrichten.
Hier präsentiert Ortswehrleiter Martin Kosubek (M.) das nagelneue HL-Fahrzeug. Es wird künftig in und um Klitten seinen Dienst verrichten. FOTO: Martina Arlt
Klitten. Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist universell einsetzbar, kann Schaummitel und Wasser transportieren. Von Martina Arlt

(mat) Wenn ein neues Fahrzeug in einer Feuerwehr in den Dienst gestellt wird, dann ist die Freude bei den Kameraden groß. Diesen besonderen Moment erlebten die Klittener Kameraden am Sonnabend, als durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Gerd Preußing, der Verbandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Görlitz Frank Chrissulis und Bürgermeister Achim Junker das nagelneue Fahrzeug feierlich übergeben wurde. Für dieses gute Stück wurden 380 000 Euro investiert. „Das Fahrzeug hat die Gemeinde mit einer Förderung durch den Landkreis finanziert. Den Wunsch nach neuer Technik gab es schon seit sechs Jahren. Dieses neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) holten wir in Luckenwalde“, erzählt Martin Kosubek, der seit zweieinhalb Jahren Ortswehrleiter von Klitten ist. Das neue Fahrzeug sei universell einsetzbar, so auch für den Brände. Es könne 1600 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel fassen. Ebenfalls habe es Schneidetechnik für Hilfeleistungen an Bord. So könne auf jeden Fall ein Großteil der Einsätze abgedeckt werden.

Das neue Fahrzeug ersetze die anderen beiden Autos der Klittener Wehr. „Unser Robur-LO hat bereits mehr als 50 Jahre auf dem Buckel. Hinzu kommt noch ein kleiner Rüstwagen, der bei Unfällen zum Einsatz kam. Diese beiden Autos entsprechen einfach nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Sie gehen auf jeden Fall weg“, erzählt Kosubek.

Kamerad Christian Krause, der selbst 20 Jahre die Klittener Wehr leitete, erinnert sich noch genau an den alten LO, der im Jahr 1963 neu angeschafft wurde: „Wir hatten damals nur eine Art Garage für unsere Feuerwehrtechnik. Die Kugellampen waren unter der Decke angebracht. Doch als dieser LO das erste Mal in dieses Gebäude gefahren wurde, gingen gleich die Lampen zu Bruch. Im Jahr 1976 wurde das Auto auf die damalige Technik umgebaut. Die Lenkung ging schon etwas schwer. Bei einem Einsatz war mal der Schalthebel abgebrochen, da mussten wir uns abschleppen lassen. Ansonsten hat uns dieses Fahrzeug kaum verlassen, es war im Gelände einfach zuverlässig. Früher gab es auch mehr Waldbrände. Mit Hänger konnten wir damals schon 500 Meter Schlauchlänge legen. Ich bin mit dem LO groß geworden. Die weiteste Fahrt nach dem Umbau auf Dieseltechnik war wohl, als es mit der Jugendfeuerwehr zur Freizeitgestaltung an die Ostsee ging. Aber man muss mit der Zeit gehen. Wir freuen uns sehr über das neue HLF 10“, erzählt Christian Krause (60). Er gehört seit 1972 der Feuerwehr an und wirkt seit dem Jahr 1968 in der AG Brandschutzhelfer mit.

Der heutige Wehrleiter Martin Kosubek hält seine Mannschaft mit 22 aktiven Kameraden zusammen. In diesem Jahr konnten sogar drei neue Mitglieder gewonnen werden. Die 20-köpfige Jugendfeuerwehr wird indes von Hartmut Kosubek geführt. Auch Klitten ist immer auf Nachwuchssuche für seine Wehr. Gern würden die Mitglieder auch neue erwachsene Kameraden aus ihrem Dorf in ihren Reihen begrüßen.

In diesem Jahr rückten die Klittener bereits 24 Mal aus, rechnet Martin Kosubek vor.