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Wassersport
80-Tonnen-Kran beendet Segelsaison

Klitten. An der Klittener Marina wird spektakulär ausgeslippt

Was ist ein sicheres Zeichen, dass die Segelsaison am Bärwalder See endgültig vorbei ist? Natürlich eine spektakuläre Aktion des örtlichen Wassersportvereins (WSV). Diesmal sorgt ein 80-Tonnen-Kran mit einem 50 Meter langen Ausleger für Furore. Das Unikum der Firma Felbermayr befördert nämlich die Segelboote aus dem See an Land. Ganz vorsichtig werden die Wasserfahrzeuge mittels mehrerer Schlingen aus dem nassen Milieu auf die entsprechenden Trailer eingeschwebt. Für insgesamt acht Boote endet an diesem Sonnabend auf diese Weise die 2017er-Saison. Die meisten wiegen so zwischen drei und vier Tonnen. Also eine Leichtigkeit für den Kran. Ein Ausslippen dauert lediglich zwischen einer Viertel- und einer halben Stunde.

Die spektakuläre Aktion haben die WSV-Mitglieder organisiert. Dadurch werde das Ausslippen erheblich erleichtert, weiß Vorstandsmitglied Lutz Grohmann. Denn ansonsten müsste man mit dem Trailer bisweilen fast in den See hineinfahren. Einige Boote besäßen lange Schwerter, die sich für die Stabilität im Wasser verantwortlich zeigen. Mit denen könne man dem Ufer nicht zu nahe kommen, ohne Beschädigungen in Kauf zu nehmen. Der Preis für die Kranmiete sei  im Vergleich zu anderen Gewässern in Deutschland sehr akzeptabel.

Was indes passieren würde, blieben die Boote im Winter im Wasser, erklärt Hafenmeister Gerhard Stübner: „Da die meisten Exemplare aus Plaste bestehen, würden sie bei Frost einfach zerdrückt. Im letzten Winter hatten wir hier eine Eismächtigkeit von 15 Zentimetern. Daher müssen alle Boote bis Ende Oktober das Wasser verlassen.“ Für die letzten sei dann kein Riesenkran mehr erforderlich. Da reiche auch ein Traktor mit entsprechender Seilwinde aus.

Die Klittener Marina verfügt laut Gerhard Stübner über 150 Liegeplätze. Ein Teil sei an Dauermieter verpachtet, die übrigen sind für Gäste vorgehalten. Allein 2017 seien 89 Liegeplätze hinzugekommen. „Das reicht jetzt erst mal“, so Stübner. Bei Bedarf könne immer noch erweitert werden.