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| 02:45 Uhr

Klinikum Görlitz erweitert sein Angebot

Die neue Angiografieanlage im Klinikum Görlitz.
Die neue Angiografieanlage im Klinikum Görlitz. FOTO: Klinikum
Görlitz. Das Klinikum Görlitz hat dieser Tage ein neues, modernes Angiografie-System in Betrieb genommen. Die Kosten für Gerät und Umbauarbeiten belaufen sich auf insgesamt etwa 900 000 Euro. red/br

Mit dem neuen Angiografie-System erweitert das Görlitzer Krankenhaus sein Leistungsangebot, teilt Klinikumssprecher

Felix Kurtze mit. Es sei ein sogenanntes Kombi-System, mit dem neben Blutgefäßen an Bauch, Beinen und Hals auch die Herzkranzgefäße invasiv (von lat. invadere "eindringen" - also in den Körper eindringen) untersucht und behandelt werden können. Die alte Angiografie-Anlage musste zwingend erneuert werden. "Mit diesem Schritt haben wir uns entschieden, ein modernes Angiografie-System mit Linksherzkatheterfunktion anzuschaffen", sagt der Kaufmännische Direktor des Klinikums, Thomas Lieberwirth. Mit diesem System können nun Gefäß- und Herzmediziner gleichermaßen ihre Patienten behandeln.

Die Anlage ermöglicht in beeindruckender Weise modernste Untersuchungen von Blutgefäßen. Radiologen, Kardiologen und Gefäßchirurgen können hervorragend an dem neuen Gerät zusammenarbeiten. Kardiologin Dr. Christine Karbaum beschreibt weitere Vorteile: "Neben der supermodernen Technik ist die Anlage mit einer sogenannten Clarity-Funktion ausgestattet, die für eine viel geringere Strahlenbelastung bei den Patienten sorgt." Auch die Bedienbarkeit sei bei Weitem besser als bei der älteren Anlage. Somit sind neben den bloßen Darstellungen von erkrankten Blutgefäßen demnächst auch weitaus gezieltere Behandlungen möglich.

Das Klinikum etabliert in diesem Zusammenhang unter der Leitung von Frau Dr. Karbaum einen neuen und größeren Arbeitsbereich Kardiologie in der Medizinischen Klinik. Dieser gliedert sich in die drei Abteilungen konservative/nicht-invasive Kardiologie (Ultraschall, Langzeit-EKG usw.), Elektrophysiologie/Herzschrittmacher und Linksherzkatheter. Karbaum und ihr Kollege P. Jedynak haben sich in den zurückliegenden zwei Jahren unter Anleitung der Herzspezialisten am Uniklinikum Dresden für die Linksherzkatheter-Behandlung intensiv fortgebildet, während ihr Kollege Dr. Schmidt und die anderen Mitarbeiter der Klinik vor Ort die Patientenversorgung weiter ausgebaut haben.

Zusätzlich werden erfahrene Herzkatheter-Spezialisten das kardiologische Team am Klinikum auch zukünftig unterstützen, heißt es weiter.

"Unser Ziel ist es, perspektivisch die Notfallversorgung von Herzinfarktpatienten durch das Klinikum selbst abzusichern", sagt Dr. Eric Hempel, Medizinischer Direktor. Bislang erfolgt dies am Standort des Klinikums durch eine Kooperation mit der Gemeinschaftspraxis DM Ullrich/Dr. Gabel, die sich jedoch zum Jahresende auflöst. Beide Mediziner werden in jeweiligen Einzelpraxen auf dem Gelände des Klinikums mit dem Klinikum weiterhin zusammenarbeiten.

Das Klinikum hat 2016 rund 1,5 Millionen Euro in Medizintechnik investiert und sorgt damit für eine nachhaltige Modernisierung seines Geräteparks. Für 2017 sind Investitionen in vergleichbarer Höhe geplant.

Zum Thema:
Heidrun Fichtner (59, im Foto r.) ist seit Jahresbeginn neue Patientenfürsprecherin im Städtischen Klinikum Görlitz. Zuvor hatte Erika Anders (l.) diese Aufgabe zehn Jahre inne. Frau Fichtner ist ehemalige Erzieherin, kennt das Klinikum, war selbst häufig Patientin. Ihre Zeit als erwerbsunfähige Rentnerin wollte sie mit einem Ehrenamt ausfüllen. Seit Dezember traf sie sich während der wöchentlichen Sprechzeit regelmäßig mit Erika Anders, um die Staffelstabsübergabe gut vorzubereiten. Die Patientenfürsprecherin hat montags von 15 bis16 Uhr Sprechzeit und ist zu finden im Haus B, Untergeschoss, Zimmer 04A.