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Klinikum geht weiteren Schritt zum Frauen-Mutter-Kindzentrum

Görlitz. Mehr als 150 Gäste sind am Montag ins Städtische Klinikum Görlitz gekommen, um sich den neuen Modulbau anzuschauen. In diesem sind laut Angaben des Klinikums insgesamt 79 Räume, davon 13 Patientenzimmer mit 25 Betten, 18 Arztzimmer und Büroräume sowie 48 sonstige Betriebs- und Nebenräume auf einer Fläche von 1256 Quadratmetern untergebracht. red/dh

"Wenn alle notwendigen amtlichen Abnahmen erfolgt sind, beginnen die Umzüge", sagte der Kaufmännische Direktor Thomas Lieberwirth. Einziehen werden zu einem Teil die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, die Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie sowie das zertifizierte Mammazentrum Ostsachsen. Sie werden in den kommenden circa zweieinhalb Jahren hier ihre Patienten versorgen. Für sie und die Mitarbeiter werde schon mit dem Übergangsbau eine deutliche Verbesserung zu den jetzigen Bedingungen geschaffen, betonten die Chefärzte Dr. Torsten Nadler und Dr. Steffen Handstein.

"Dieser Modulbau ist eine wesentliche Voraussetzung für den Bau unseres Frauen-Mutter-Kindzentrums", sagte Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch. Seit dem Verlust des H-Hauses, das 2015 aufgrund von Statikproblemen abgerissen werden musste, setzt sie sich gemeinsam mit der Krankenhausleitung und den Chefärzten für dieses Projekt ein.

Mit Unterstützung der Stadt Görlitz konnten vom Freistaat Sachsen rund 20 Millionen Euro Fördermittel für das Frauen-Mutter-Kindzentrum eingeworben werden. Der Modulbau kostet inklusive Tiefbau, Erschließung und Außenanlagen voraussichtlich rund 1,9 Millionen Euro.

Seit Mai dieses Jahres wurden etwa 100 Umzüge zwischen verschiedenen Gebäuden auf dem 100 000 Quadratmeter großen Gelände des Görlitzer Klinikums organisiert. Auf diese Weise wird der alte Gebäudeflügel (Haus C) leer gezogen, damit Baufreiheit herrscht. "Die Sanierung und der Neubau des C-Hauses sind bei laufendem Patientenbetrieb nicht realisierbar", sagte Steffen Axmann, Leiter des Technischen Dienstes, dessen Abteilung die Umzüge durchführt.

Auch der Oberbürgermeister Siegfried Deinege machte in seinen kurzen Grußworten auf die Bedeutung des geplanten Frauen-Mutter-Kindzentrums für die Region aufmerksam. Die fachübergreifende Versorgung von Frauen, Müttern und Kindern an einem Ort werde großartiger Gewinn für unsere Region.