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"Kleine Strolche" sollen es hell haben

Rietschen. Schon seit mehreren Monaten berät sich die Arbeitsgemeinschaft "Kita" in Rietschen. Sie besteht aus Eltern, Gemeinderäten und Erziehern. Christian Köhler

Es gilt, den besten Entwurf für den Mehrzweck-Anbau der Kita "Kleine Strolche" im Ort zu finden. Und dieser ist nun gefunden. Bei einer Enthaltung von Ingo Schuster (Freie Wähler) hat der Gemeinderat Rietschen das Krauschwitzer Ingenieurbüro Ussath mit den Planungen beauftragt. Es soll für maximal 82 500 Euro den insgesamt 750 000 Euro teuren Anbau planen.

Dieser soll künftig Platz für neun Krippenkinder bieten. Dazu hatte die AG, wie Torsten Lorenscheit schon vor Wochen erklärte, einen Anforderungskatalog erstellt. Entsprechend gingen nach einer Ausschreibung der Gemeindeverwaltung insgesamt drei Entwürfe von Architekten ein. Bis nach der Entscheidung des Rates blieben die Büros den Entscheidern unbekannt. Immerhin hatte sich auch das ortsansässige Büro Sweco von Gemeinderat Helmut Perk (Freie Wähler) mit einem Entwurf beworben.

Die Diskussion während der Beratung hatte bereits im Vorhinein ein klares Votum der AG: Der Krauschwitzer Entwurf soll es werden. "Der ist ja nicht in Stein gemeißelt und kann noch verändert werden", sagte Torsten Lorenscheit (Freie Wähler). Corinna Anders von der Kita beispielsweise hat mit in der AG gesessen und am Montag ebenfalls für diesen geworben: "Die Struktur des neuen Anbaus ist sehr übersichtlich", sagte sie. Vor allem gefalle ihr, dass bei der Planung mit sehr viel Glas gearbeitet werde. "Wir finden es schön, wenn die Räume vom Tageslicht durchflutet werden", beschrieb sie. Ferner hätten die Architekten sämtliche Anforderungen an ein geräumiges und kleinkindgerechtes Bad erfüllt.

Gemeinderat Bernd Hilke (Freie Wähler) und Karl-Heinz Nicko (CDU) unterstützten den Vorschlag von Corinna Anders. Ingo Schuster dagegen plädierte für den, wie sich im Nachhinein herausstellte, Sweco-Entwurf. "Mir gefällt die zentrale Lage der Küche durch den Anbau", begründete er. Ferner sei der geplante Korridor von der Straßenseite ein Vorteil, denn so komme man schnell in den hinteren Bereich der Kita. Das jedoch, so entgegnete Corinna Anders, sei gar nicht gewünscht. "Die Eltern sollen wegen des Straßenverkehrs auf der B 115 von hinten an die Kita heranfahren." Zudem würde durch den Anbau der Straßenlärm im Hof der Kita deutlich reduziert.

Janett Paul von der Gemeindeverwaltung unterdessen erklärte, man prüfe noch weitere Fördermöglichkeiten für den Anbau. Bislang will die Gemeinde das Programm "Brücken in die Zukunft" für das Projekt nutzen. Künftig sollen in der Kita 70 Kinder betreut werden. 33 davon in der Krippe.