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Kita Halbendorf mit eigener Leiterin

Die Kita Storchennest in Halbendorf.
Die Kita Storchennest in Halbendorf. FOTO: ni
Groß Düben. Ab Januar 2017 soll die Kita Storchennest im Ortsteil Halbendorf eine eigene Leiterin bekommen. Das beschloss jetzt der Gemeinderat Groß Düben einstimmig und folgte damit der Bitte von Sigrid Baatz, die bisher die Kindereinrichtungen in beiden Ortsteilen leitet. Gabi Nitsche

Bereits vor Monaten hatte sich die bisherige Kita-Chefin Sigrid Baatz an Bürgermeister Helmut Krautz (parteilos) und Rat gewandt. Sie bat darum, die Leitung für die beiden Kindertageseinrichtungen zu trennen. So, wie es vor Jahren der Fall war. "Ich bin so gut wie nie in Halbendorf durch meine pädagogische Arbeit in Groß Düben. Und wenn jemand fehlt in Groß Düben, dann gehe ich in die Gruppe. Ich kann der Verantwortung als Gesamtleiterin nicht gerecht werden", betonte Sigrid Baatz. Mit ihren Mitarbeitern war sie sich einig, dass es so nicht länger weitergehe. "Wir fordern bis September 2016 als Team, eine hauseigene Leitung." Das Jugendamt fordere das auch, wies die Groß Dübenerin hin. Bürgermeister Krautz war von der Forderung absolut nicht begeistert. Im Februar sagte er deutlich: "Ich habe meine Probleme mit der zweiten Leiterin. Aber wir sind abhängig vom Landesjugendamt, was die Zulassung für die Kitas angeht. Wir kommen wohl nicht umhin." Krautz räumte ein, dass es für die Gemeinde nicht einfach sei, zwei Kitas zu halten. Andere Kommunen wie Gablenz oder Trebendorf hätten nur eine. Da ließe sich personell vieles ausgleichen.

Als das Thema nun in der Oktobersitzung auf der Tagesordnung stand, bekäftigte auch Kämmerin Carmen Petrick, dass sich eine Leiterin aufgrund der Größe beider Einrichtungen nicht um beide gleich viel kümmern könne. Das funktioniere einfach nicht. Mit der Halbendorfer Mitarbeiterin Andrea Schutza stehe eine Kollegin zur Verfügung, die eine Weiterbildung zur Leiterin mache. Bürgermeister Helmut Krautz sei noch immer nicht von der Notwendigkeit getrennter Leitungen überzeugt, sagte er und betonte: "Ich stimme nur zu, wenn es keine höheren Kosten bedeutet." Letztlich stimmte der Gemeinderat der Änderung einstimmig zu. Das bedeutet, dass Sigrid Baatz ab 2017 nur noch Verantwortung trägt für die Kita Spatzennest in Groß Düben, und in Halbendorf eine separate Chefin die Leitung übernimmt.

In der Regel einmal pro Jahr berichtete bisher Sigrid Baatz vor den Gemeinderäten von der Arbeit der Mitarbeiter in beiden Einrichtungen. So auch 2016. Sie bescheinigte ihren Kolleginnen eine hervorragende Arbeit. "Ohne die tollen Mitarbeiter wären wir nicht da, wo wir sind." Der sächsische Bildungsplan ist die Grundlage für die Arbeit. Darauf baue sich alles auf. Die pädagogische Arbeit umfasst sechs Bildungsbereiche.

In Groß Düben - die Kindereinrichtung wurde vor drei Jahren um- und ausgebaut - können 65 Kinder im Krippen- und Kita-Alter betreut werden, ebenso Hortkinder von der 1. bis zur 4. Klasse. Das Storchennest in Halbendorf zeigt sich nach umfangreichen Sanierungs- und Anbauarbeiten seit Sommer 2015 moderner. Hier umfasst die Kapazität 42 Mädchen und Jungen im Kita- und Krippenbereich.