Die Vorgaben einer geordneten Haushaltsführung waren laut Finanzausschussvorsitzendem Johannes Rackel trotz Tarifanpassungen, steigender Preise und geringerer Zuführungen des Freistaates einzuhalten.

Größter Posten im Etat ist der Kitaanbau und die Sanierung des Altbaus. Insgesamt kostet die Gemeinde das Vorhaben 613 000 Euro, wobei in diesem Jahr 346 500 Euro eingestellt sind. “Noch wissen wir die Höhe der Förderung nicht. In die Planung sind wir mit 50 Prozent gegangen„, so Rackel weiter.

Zweitgrößtes Vorhaben ist der Umbau der Kromlauer Waldstation in ein Vereinshaus. Hierfür belaufen sich die Kosten auf rund 140 000 Euro. Die Gemeinde hofft dabei auf die ILE-Förderung und einen Zuschuss von 70 Prozent der Investitionskosten.

Weiterhin geplant sind der Bau der Dorfauenentwässerung in Kromlau, von Straßenbeleuchtung in Gablenz und Werterhaltungsmaßnahmen in der Bungalowsiedlung Kromlau.

Knackpunkt im Haushalt ist die Verwaltungskostenumlage für Bad Muskau als erfüllende Kommune der Verwaltungsgemeinschaft. “Wir sind mit der Summe, die wir auch in den Vorjahren eingestellt haben, wieder ins Rennen gegangen„, so Rackel.

Das bedeutet, Gablenz will 110 000 Euro an Bad Muskau zahlen. Die Parkstadt ist laut Rackel dagegen in Widerspruch gegangen. Sie fordert 127 000 Euro. Hier werden laut Rackel auf RUNDSCHAU-Nachfrage nur weitere Gespräche zwischen beiden Kommunen helfen können.

Auch mit dem Haushalt 2011 gelingt es der Kommune weiter, ihre Verschuldung abzubauen. Lag der Schuldenstand Ende vergangenen Jahres bei rund 82 000 Euro, das sind pro Einwohner 46,15 Euro, soll er Ende 2011 bei 41,55 Euro stehen.

Zum Thema:

Am 8. März wird in Gablenz Grundsteinlegung am Kitananbau gefeiert. Darüber informiert Dietmar Noack, amtierender Bürgermeister der Gemeinde. Wie Bauausschussvorsitzender Dino Hoffmann erklärte, geht es nun beim Kitabau sichtbar voran. “Die Bodenplatte ist gegossen und nun werden die Steine angeliefert, so dass bei entsprechender Witterung gemauert werden kann„, so Hoffmann.