| 02:51 Uhr

Kinobetreiber berufen sich auf alten Pachtvertrag mit Gemeinde

Ingolf Schulz, Helmut Fechner und Frank Schwarzkopf
Ingolf Schulz, Helmut Fechner und Frank Schwarzkopf FOTO: Christian Köhler (LR-MOB-RED-409)
Rietschen. Das Tauziehen um das Rietschener Kino geht weiter. Ingolf Schulz und Helmut Fechner, die bisher das Kino als GbR betrieben haben, fühlen sich benachteiligt. Christian Köhler

Beide berufen sich auf einen Pachtvertrag für das Kino, den sie mit dem damaligen Bürgermeister Eberhardt Meier abgeschlossen hatten. Damit hätten sie ihrer Auffassung nach auch das Recht gehabt, dem Verein in der vergangenen Woche den Zutritt zum Gebäude zu verwehren. "Zumal der Termin nicht mit uns abgesprochen war", erklärt Ingolf Schulz. Über ihre Anwältin hätten sie das der Gemeinde auch mitgeteilt. "Und der Bürgermeister hat angewiesen, dass der Verein einen Teil der Vorführtechnik am 28. Dezember aus dem Kino nimmt", fügt Schulz noch an. Deshalb könnten sie keine Filme mehr zeigen, müssten das Kino geschlossen halten, obwohl die Unterhaltungskosten weiterlaufen.

"Es zählt der Vertrag aus dem Jahr 2014", erklärt Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler). Den habe die Gemeinde mit dem Verein und der GbR neu aufgesetzt, als die digitale Technik dem Verein übergeben wurde. "Und diesen Vertrag erfüllte nach der Kündigung der Verein bis Jahresende 2016", so Brehmer. Ferner sei die Technik Eigentum des Vereins - und deshalb auch "legitimer Weise nun in dessen Besitz".